Burnout‑Veteranen vor dem Aus: Three Fields Entertainment bangt um die Zukunft

Das britische Studio Three Fields Entertainment, gegründet von den Schöpfern von Burnout, steckt in der Krise. Studio‑Chefin Fiona Sperry teilte mit, dass sie das gesamte Team auf Entlassungs‑Vorwarnung setzen musste, da das Rennspiel Wreckreation bis auf Weiteres keine Einnahmen erzielen wird.

Inhaltsverzeichnis
  1. Rote Zahlen trotz Turbo
  2. Letztes Update im Anrollen
  3. Hoffnungen und Abschied
  4. Gas geben bis zum Schluss

Nach Jahren der Selbstfinanzierung steht die Zukunft der Indie‑Schmiede auf der Kippe. Hoffnung macht ein letztes, selbstfinanziertes Crossplay‑Update vor Weihnachten.

Rote Zahlen trotz Turbo

Three Fields Entertainment war 2014 von ehemaligen Criterion‑Mitarbeiter gegründet worden und wollte mit Dangerous Golf und Danger Zone den Crash‑Spaß von Burnout zurückbringen. Der große Durchbruch blieb aus. Wreckreation erschien am 28. Oktober 2025 im Early Access, doch Verkäufe blieben hinter Erwartungen zurück.

In einem LinkedIn‑Beitrag erklärte CEO Fiona Sperry, das Studio habe den Großteil der Entwicklung sowie sämtliche Post‑Launch‑Inhalte 2025 aus eigener Tasche bezahlt.

Da ein Publisher die laufenden Kosten nicht decke, seien keine Einnahmen zu erwarten – die Folge: ein vorläufiger Kündigungsprozess für das gesamte Team.

Auf einen Blick

  • Wreckreation ist seit Oktober 2025 erhältlich, doch die Early‑Access‑Verkäufe reichen nicht für den Fortbestand.
  • Three Fields finanzierte Entwicklung und Updates 2025 nahezu komplett selbst.
  • Laut Fiona Sperry wird das Team auf Entlassungs‑Vorwarnung gesetzt, da kein Umsatz absehbar ist.
  • Ein letztes Update bringt Crossplay zwischen PC, PlayStation und Xbox und erscheint vor Weihnachten.
  • Das Studio sucht Investoren oder Publisher, um weiterarbeiten zu können.

Letztes Update im Anrollen

Trotz der düsteren Aussichten versprüht Sperry Optimismus. In ihrem Post kündigte sie eine letzte Aktualisierung an, die Crossplay implementiert und das Fahrverhalten verbessert.

Das Update soll Spielern ermöglichen, auf allen Plattformen gemeinsam zu bauen, zu crashen und Strecken zu teilen – ein Feature, das Fans seit Release fordern.

Gleichzeitig veröffentlichte das Team ein Video mit in der Entwicklung befindlichen Inhalten, um potenzielle Investoren anzulocken. Sperry betont, sie wolle zeigen, wie viel Herzblut im Projekt stecke und hoffe, dass sich noch eine Rettung finde.

Hoffnungen und Abschied

Die Nachricht löste in der Racing‑Community Bestürzung aus. Viele erinnern sich noch an die Hochzeiten von Burnout 3, als Crash-Kreationen Kultstatus erreichten. Auf Social‑Media‑Plattformen bekunden Gamer Unterstützung für das Team. Einige Influencer fordern Publisher wie THQ Nordic auf, mehr Finanzmittel bereitzustellen. Bisher blieb eine Reaktion aus.

Three Fields zeigt sich kämpferisch. Sperry erklärte, das Video des letzten Updates solle nicht nur als Abschied dienen, sondern als Bewerbungsschreiben für potenzielle Investoren.

Sie vertraue darauf, dass die Brillanz ihres Teams und die Vision für Wreckreation überzeugen. Bis zum Jahresende bleibt unklar, ob das Studio weiterbestehen kann.

Gas geben bis zum Schluss

Es wirkt bitter: Das Team hinter einem der einflussreichsten Arcade‑Racer hängt finanziell in der Luft. Doch die Entwickler geben nicht auf. Das Crossplay‑Update von Wreckreation könnte gleichzeitig Abschiedsgruß und Rettungsring sein.

Vielleicht erkennen Investoren den Wert eines Studios, das Crash‑Spaß zur Kunst erhoben hat. Bis dahin heißt es: Daumen drücken und noch ein paar spektakuläre Unfälle bauen.


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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.