Man merkt ziemlich schnell, dass CODE VEIN II nicht einfach nur dort weitermachen will, wo der erste Teil aufgehört hat. Der neue Overview-Trailer, den Bandai Namco Entertainment Europe jetzt veröffentlicht hat, fühlt sich weniger nach Feature-Showcase an und mehr nach einem Statement: Dieses Spiel will breiter, flexibler und erzählerisch dichter werden.
- Kampf als Baukasten, nicht als feste Rolle
- Eine Welt kurz vor dem Kollaps
- Charakterbau als Teil der Identität
- Ein Sequel mit klarer Richtung
Der Release ist für Ende Januar angesetzt, für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Bis dahin versucht der Trailer ziemlich klar zu vermitteln, worauf sich Spieler:innen einstellen müssen – und worauf eben nicht.
Kampf als Baukasten, nicht als feste Rolle
Im Mittelpunkt stehen erneut die Wiedergänger, aber das Kampfsystem wirkt deutlich offener gedacht. Waffen, Käfige, Formae und Blutcodes greifen ineinander und lassen sich je nach Situation neu kombinieren. Das Spiel zwingt dich nicht mehr in einen Stil, sondern ermutigt dazu, Dinge auszuprobieren und auch mal umzubauen, wenn ein Ansatz nicht funktioniert.
Interessant ist dabei vor allem, wie stark die Partnerwahl ins Gewicht fällt. Begleiter sind nicht einfach nur Unterstützung, sondern ein Teil deiner Strategie. Ihre Fähigkeiten können Schwächen ausgleichen, Aggro umlenken oder dich im richtigen Moment buchstäblich am Leben halten. Das heilende Opfer wirkt dabei weniger wie ein Notfallknopf, sondern wie eine bewusste Entscheidung mit Konsequenzen.
Eine Welt kurz vor dem Kollaps
Auch narrativ fährt CODE VEIN II spürbar hoch. Der Trailer skizziert eine Welt am Rand des Zusammenbruchs, ohne sich in langen Erklärungen zu verlieren. Stattdessen stehen Orte im Fokus. Die versunkene Stadt, der Wald der Untoten, die verätzte Narbe oder die isolierte Insel von MagMell wirken nicht wie lose Level, sondern wie Kapitel einer Reise, auf der Vergangenheit und Zukunft ständig miteinander kollidieren.
Ziel ist es, Helden dieser Welt zu finden und gemeinsam eine Zukunft zu sichern, die eigentlich schon verloren scheint. Es ist ein klassisches Motiv, aber die Inszenierung setzt stärker auf Atmosphäre als auf Pathos.
Charakterbau als Teil der Identität
Ein eigener Abschnitt des Trailers widmet sich dem Character Creator, und das nicht ohne Grund. Der Wiedergänger-Jäger lässt sich bis ins Detail anpassen, von Körperbau und Gesichtsausdruck über Frisuren bis hin zu Make-up und Accessoires. Das wirkt nicht wie reine Kosmetik, sondern wie ein Versuch, Spielern wirklich Ownership über ihre Figur zu geben.
Passend dazu wird ab dem 23. Januar eine separate Character-Creator-Demo verfügbar sein. Der erstellte Charakter kann später direkt ins Hauptspiel übernommen werden, was den Einstieg spürbar entspannter macht und Raum für Feinschliff lässt, bevor es ernst wird.
Ein Sequel mit klarer Richtung
CODE VEIN II versucht gar nicht erst, subtil zu sein. Der Trailer macht deutlich, dass es um Freiheit im Kampf, stärkere Bindungen zu Begleitern und eine düstere, aber weitläufige Welt geht. Wer den ersten Teil mochte, wird vieles wiedererkennen. Wer mehr Tiefe und Flexibilität gesucht hat, bekommt hier zumindest das Versprechen, dass genau daran gearbeitet wurde.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:28 Uhr