Eigentlich hätte es ein Update zum Feiern sein können. Mit Ash & Iron brachte Bungie frische Inhalte, die nach klassischem Destiny 2 klingen: ein exotisches Abenteuer, zwei neue Waffen, dazu die Rückkehr der Plaguelands aus Rise of Iron. Doch die Euphorie hielt nicht lange. Grund dafür sind die neuen Rüstungen – und die Tatsache, dass der Großteil davon nur hinter einer Paywall steckt.
- Eververse überstrahlt den Content
- Das Eververse-Problem
- Iron Banner als Symbol für Frust
- Stimmen aus der Community
- Ein Update mit Nachgeschmack
Eververse überstrahlt den Content
Zwölf neue Sets für Jäger, Titan und Warlock klingen nach einem Highlight. Statt sie ins Spiel einzubauen, hat Bungie sie jedoch ausschließlich in Eververse platziert – für Echtgeld. Wer alles haben will, müsste über 250 Dollar hinlegen. Für viele Spieler ist das ein Schlag ins Gesicht.
Die Wut wächst auch deshalb, weil gleichzeitig das Eisenbanner nur einen Reskin aus 2018 bekam. Bungie hatte vorab ein „unglaublich cooles neues Set“ versprochen – am Ende war es nichts weiter als alte Rüstung mit neuer Farbe. In den Foren und auf Social Media ist die Empörung spürbar: „Paywall-Overkill“, „Reskin-Overdrive“ oder einfach nur „Greed“ sind die Schlagworte, die überall kursieren. Doch nicht nur das: Bungie hat den originalen Beitrag, der die vorherige Version zeigte, außerdem löschen lassen.
Das Eververse-Problem
Dass der Shop Eververse ein Dauerstreitthema ist, ist nichts Neues. Doch die Schlagzahl steigt. Statt der früheren zwei Dutzend Sets pro Jahr sind es inzwischen fast doppelt so viele. Und immer wieder tauchen Designs auf, die ursprünglich für andere Modi gedacht waren – wie das Gladius-Set, das intern wohl für Iron Banner konzipiert war, dann aber im Echtgeld-Shop landete.
Für viele ist das ein klarer Hinweis darauf, wo Bungies Prioritäten liegen. Während das Art-Team seine besten Ideen liefert, landen diese am Ende nicht bei den Spielern im Grind, sondern hinter einer Preismauer im Shop.
Iron Banner als Symbol für Frust
Das Eisenbanner war lange ein Event, das für Motivation und Belohnungen stand. Genau deshalb trifft es die Community so hart, dass Bungie ausgerechnet hier den Rotstift angesetzt hat. Ein Reskin aus Warmind-Zeiten als Highlight auszugeben, fühlt sich für viele an wie blanke Respektlosigkeit.
Die Kritik wurde so laut, dass Bungie reagieren musste. Statt des Reskins bekamen Spieler schließlich das Ancient Majesty-Set ins Banner eingebaut. Doch diese schnelle Kurskorrektur wirkt eher wie Schadensbegrenzung als ein echtes Umdenken.
Stimmen aus der Community
Wer Destiny 2 seit Jahren spielt, kennt die Unterschiede nur zu gut. In Destiny 1 gab es coole Cosmetics für tägliche Aktivitäten, jetzt führt fast jeder Weg über Eververse. Auf Reddit sammeln sich Boykottaufrufe, andere Spieler rechnen vor, wie viel Geld inzwischen fällig wäre, um den eigenen Charakter mit allen Sets auszustatten.
Ein Update mit Nachgeschmack
Ash & Iron hätte ein Moment sein können, in dem die Community jubelt. Neue exotische Waffen, die Plaguelands, ein frisches Abenteuer – das ist Destiny 2, wie Fans es lieben. Doch die Shop-Politik drängt alles andere in den Hintergrund.
Die Diskussion über Monetarisierung, Fairness und die Rolle von Eververse ist inzwischen größer als das Update selbst. Und auch wenn Destiny 2 spielerisch weiter überzeugt, bleibt der Eindruck: Bungie setzt mehr auf Kasse machen als auf Bindung zur Community.
Veröffentlicht: 21. September 2025 16:58 Uhr