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devcom award: Sechs Gewinner beim ersten Mal

Der devcom award ist Geschichte – im besten Sinne. Die Premiere-Ausgabe der neuen Auszeichnung ging am 18. August über die Bühne und brachte sechs Gewinner aus verschiedenen Kategorien hervor. Von Blockbuster-Produktionen bis hin zu kreativen Indie-Experimenten war alles dabei. Besondere Ehre wurde Don Daglow zuteil, der den Ambassador Award für seine Verdienste um die Games-Branche bekommen hat.

Inhaltsverzeichnis
  1. Die Gewinner im Überblick: Von Royal Revolt bis Clair Obscur
  2. Don Daglow als Ambassador: Verdiente Ehre für einen Veteranen
  3. Wie die Gewinner ausgewählt wurden

Die Show fand am ersten Tag der devcom developer conference statt und wurde von Deborah Mensah-Bonsu moderiert. Den Auftakt machte AMuse mit einer Live-Performance von “In the Flood” aus Horizon: Forbidden West – ein starker Start für eine Veranstaltung, die sich als neue Tradition etablieren will.

Die Gewinner im Überblick: Von Royal Revolt bis Clair Obscur

Royal Revolt Survivors von Team Warriors hat sich die Blockbuster-Kategorie geholt. Das Spiel, präsentiert von gamescom asia x Thailand Game Show, zeigt, dass auch etablierte Franchises noch für Überraschungen gut sind. Wer das Original kennt, weiß: Hier wird ordentlich Action geboten. Meine persönliche Einschätzung? Dieser Sieg war absolut verdient, das Spiel sieht super poliert aus. Team Warriors entwickelt dieses Spiel übrigens über einen Licensing-Deal, nachdem das Studio, bei dem es entwickelt wurde, schließen musste. Das macht diesen Award noch verdienter.

In der Creative Overkill-Kategorie, gesponsert vom Epic Games Store, gewann “Unboxing Mr. Coo” von Nacho Rodríguez. Ein Titel, der schon durch seinen Namen neugierig macht und offenbar genug kreative Verrücktheit mitbringt, um die Jury zu überzeugen.

Visuell besonders stark präsentierte sich “About Cannons & Sparrows” von BookWood Games, das den Graphics Galore Award abräumte. astragon Entertainment war hier der Sponsor – und wer sich im Publisher-Business auskennt, weiß, dass die ein Auge für starke Präsentation haben.

Die Mobile Marvels-Kategorie ging an “Reggie, His Cousin, Two Scientists and Most Likely the End of the World” von degoma. Der Titel ist schon ein halber Roman – das Spiel scheint genauso durchgeknallt zu sein, wie der Name vermuten lässt.

Don Daglow als Ambassador: Verdiente Ehre für einen Veteranen

Der Ambassador Award ging an Don Daglow – und das ist eine Entscheidung, die Sinn macht. Daglow ist seit Jahrzehnten in der Branche aktiv, als Designer, Writer und Berater. Wer sich mit der Geschichte des Game Development beschäftigt, kommt an seinem Namen nicht vorbei.

Die Kategorie “Ambassador” ehrt Personen, die der Games-Industrie etwas zurückgeben – durch Wissen, Engagement oder schlicht durch jahrzehntelange Arbeit an der Sache. Daglow erfüllt alle diese Kriterien und ist damit ein würdiger erster Träger dieser Auszeichnung.

Das Voting für die Ambassador- und Game Design Excellence-Kategorien lag bei den devcom-Speakern selbst. Peer-Recognition ist oft die ehrlichste Form der Anerkennung – wer von Kollegen gewählt wird, hat meist wirklich etwas geleistet.

Wie die Gewinner ausgewählt wurden

Die Auswahl lief über verschiedene Wege. Für die Indie-Kategorien wählten Partner wie Epic Games Store, IGDA, Spielfabrique und astragon Entertainment aus allen Teilnehmern der devcom indie expo aus. Das ist fair – wer auf der expo dabei war, hatte eine Chance.

Anders lief es bei “Game Design Excellence” und “Ambassador”: Hier stimmten alle aktuellen devcom-Speaker ab. Das bringt Fachwissen ins Spiel und sorgt dafür, dass nicht nur Marketing-Budgets entscheiden, sondern echte Expertise.

“Clair Obscur: Expedition 33” von Sandfall Interactive holte sich den Game Design Excellence Award. Das Spiel verspricht bereits seit längerem innovative Ansätze – offenbar genug, um die Fachleute zu überzeugen.

Der devcom award will sich als feste Institution etablieren. Bei der Premiere-Ausgabe ist das schon mal nicht schiefgegangen – die Mischung aus etablierten Namen und frischen Projekten stimmt. Ob das Format hält, zeigt sich in den kommenden Jahren.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️