Etwas Merkwürdiges passiert beim Spielen von Donkey Kong: Bananza, der jüngsten Neuerscheinung von Nintendo. Laut verschiedenen Berichten im Netz sorgt das schnelle, zerstörungsintensive Spiel bei manchen Gamern für Übelkeit und Bewegungs-Krankheitssymptome.
- Wird Dir in Donkey Kong: Bananza schlecht? Schalte die Kamerawackel-Funktion aus
- Der enge erste Bereich von Bananza macht wohl vielen zu schaffen
- Bewegungs-Krankheit wird für manche ein echtes Problem bleiben
Schuld scheint die sehr schnelle und wackelige Kamera zu sein, die sich wild dreht, während man sich unterirdisch durchwühlt. Donkey Kong: Bananza ist nämlich kein gewöhnlicher 3D-Plattformer von Nintendo, sondern erlaubt dir, die Umgebung komplett zu zerstören. Je tiefer man jedoch unter die Erde kommt, desto schwerer wird es, den großen Affen im Blick zu behalten.
Die Kamera versucht ständig mitzuhalten, aber irgendwann haben offenbar nicht mal die Entwickler bei Nintendo das Problem vollständig gelöst. Dementsprechend bekommen manche Spieler standardmäßig unter der Erde leichtes Krankheitsgefühl.
Ich selbst werde schon bei Gedanken an Auto fahren leicht reisekrank, aber selten hat mir ein Videospiel solche Symptome bereitet. Das Remake von Rise of the Triad aus 2013 hat mich etwas schwindelig gemacht, aber da konnte ich zumindest das Sichtfeld verändern – so etwas bietet Nintendo gern mal nicht an.
Wird Dir in Donkey Kong: Bananza schlecht? Schalte die Kamerawackel-Funktion aus
Einige Spieler berichten, dass es hilft, in den Einstellungen zu überprüfen, ob die Option „Kamerawackeln“ deaktiviert ist. Während Du dort bist, empfiehlt es sich auch, die Tasten für den Sprung und den Schlag nach unten zu tauschen.
Ein Spieler berichtete, dass bei der Demo am Walmart-Kiosk sowohl das Kind als auch er selbst „leicht benommen“ wurden. Sie dachten erst, es läge an der Nähe des Bildschirms. Mittlerweile melden sich aber häufig weitere Betroffene zu Wort, was diese Theorie ausschließt.
Ein anderer Nutzer berichtet, er habe bei einer von Nintendo organisierten Promo-Veranstaltung vor dem Switch-2-Launch so starke Symptome bekommen, dass er das Event verlassen musste.
Ein weiterer schrieb, dass er nicht nur bei Donkey Kong: Bananza, sondern auch bei Minecraft und VR-Spielen Reiseübelkeit bekommt. Dass jemand versucht hat, das Problem mit dem Satz „Viele haben dieses Spiel gekauft, um die Entwickler und die Switch 2 zu unterstützen“ kleinzureden, wirkte eher merkwürdig.
Der enge erste Bereich von Bananza macht wohl vielen zu schaffen
Das Hauptproblem scheint der erste Bereich zu sein: ein dicht gedrängtes Tutorial mit kleinen Tunneln und der ständigen Anforderung, alles um sich herum zu zerstören. Einige Spieler berichten, dass es später in den offeneren Welten besser wird – ich persönlich glaube aber nicht, dass sie so lange durchhalten werden, weil man für eine Banane weit nach unten graben muss.
Auf Nintendo Life läuft derzeit eine Umfrage zu dem Thema: 69% der Teilnehmer verspüren keine Probleme, 8% halten das Spiel für „unspielbar“. 13% sagen „geht so“ und 10% hatten nur ein- oder zweimal Symptome.
Bewegungs-Krankheit wird für manche ein echtes Problem bleiben
Bewegungskrankheit ist seit Jahren ein leidiges Thema bei Spielen. Virtual Reality ist für viele Spieler problematisch, da die Technik Bewegungen simuliert, obwohl man stillsteht – ein einfacher Auslöser für Übelkeit.
Apple hat im vergangenen Jahr eine Anti-Übelkeits-Funktion in iPhones integriert, die aber offenbar noch keine vollständige Lösung ist (Quelle).
Meine Schwester reagiert zum Beispiel auch sehr empfindlich auf Reisen, deshalb bin ich gespannt, wie sie Donkey Kong vertragen würde. Ich bleibe dran und hoffe, dass ich mir keine psychosomatischen Symptome einfange, denn das Spiel ist wirklich eines der besten, die ich seit Langem gespielt habe.
The Escapist hat Nintendo um Stellungnahme gebeten.
Veröffentlicht: 31. Juli 2025 09:37 Uhr