Manchmal fühlt sich ein Spiel so anders an, dass man schon in den ersten Minuten merkt: Hier läuft etwas nicht nach den üblichen Regeln. Dreams of Another, das neue Projekt von Q-Games aus Kyoto, spielt mit genau diesem Gefühl. Seit kurzem gibt es eine Demo – kostenlos, aber nur bis zum 16. September. Ein kurzer Blick in eine Welt, die so flüchtig wirkt wie ein Traum, bevor man aufwacht.
- Schießen, um zu erschaffen
- Zwischen Pyjamas und Partikeln
- Musik wie ein Traum
- Das Zeitfenster ist eng
Schießen, um zu erschaffen
Statt kaputtzumachen, baust du hier auf. Jeder Schuss wird zur Schöpfung, jede Kugel verwandelt sich in neue Strukturen, Brücken, Plattformen. Die Entwickler nennen es das Prinzip „keine Zerstörung ohne Schöpfung“ – und das verändert sofort, wie man sich durch die Welt bewegt. Plötzlich denkt man nicht daran, was man vernichten kann, sondern daran, was entstehen soll.
Zwischen Pyjamas und Partikeln
Die Demo wirft dich mitten hinein in eine surreale Traumlandschaft, die aussieht, als wäre sie aus tausend leuchtenden Punkten zusammengesetzt. Verantwortlich dafür ist das point cloud rendering, ein Stil, der Szenen gleichzeitig flüchtig und lebendig wirken lässt. Figuren wie „The Man in Pajamas“ oder ein rastloser Soldat geben kryptische Hinweise, während sprechende Alltagsgegenstände mal lachen, mal philosophieren. Es ist eigenwillig, verspielt, ein bisschen schräg – genau das, was Indie-Fans lieben.
Musik wie ein Traum
Baiyon, schon bei PixelJunk Eden Kult, zeichnet diesmal für Konzept, Sound und Regie verantwortlich. Sein Soundtrack ist kein Hintergrund, sondern zieht dich wie ein Puls durch die Demo. Jeder Raum wirkt, als würde er atmen – und du atmest mit.
Das Zeitfenster ist eng
Die Demo ist rund sechs Gigabyte groß und läuft auch auf Mittelklasse-Rechnern. Aber der entscheidende Punkt ist: Sie verschwindet am 16. September wieder. Wer also sehen will, wohin Q-Games mit Dreams of Another steuert, sollte schnell sein.
Im Oktober folgt der komplette Release auf Steam, dazu Versionen für PlayStation 5 und PS VR2. Aber dieser kurze Test ist mehr als nur ein Appetizer – er ist ein Versprechen, dass Indie-Spiele auch 2025 noch überraschen können.
Veröffentlicht: 13. September 2025 10:27 Uhr