Manchmal hat man diese Tage, an denen das System ein bisschen zu laut ist, die To-Do-Liste ein bisschen zu lang und die Menschen um einen herum ein bisschen zu überzeugt von ihren KPIs. Ein normaler Mensch seufzt. Drywall Eating Simulator fragt höflich: Willst du nicht einfach ein Stück Wand essen?
Das kleine Indie-Team Peripheral Playbox hebt mit dieser absurden, überraschend treffenden Alltagssatire ab und bestätigt jetzt den Release: Am 10. Dezember erscheint Drywall Eating Simulator für PC via Steam. Und ja, der Titel ist genau das, was du denkst – aber viel mehr, als du erwartest.
Ein Sim, der die Absurdität des Alltags liebevoll auseinander nimmt
Drywall Eating Simulator ist ein physikbasierter 3D-Narrative-Trip, der dich in ein Leben wirft, das gleichzeitig komplett normal und komplett am Anschlag ist. Du machst Smalltalk, erfüllst KPIs, maximierst Shareholder Value, arbeitest dich durch den ganz gewöhnlichen Wahnsinn. Und wenn es irgendwann zu viel wird, bleibt die simpelste Coping-Strategie: eine Wand finden und herzhaft reinbeißen.
Das Spiel setzt diese Balance zwischen trockenem Büroalltag und völligem Kontrollverlust charmant um – nicht plump, sondern mit dieser Art Humor, die dir sagt: Du bist nicht alleine damit, manchmal einfach kurz aus der Realität aussteigen zu wollen.
Chatten, erkunden, durchbeißen
Die Welt ist klein, aber mit bunt überzogenen Charakteren gefüllt, die dich gleichzeitig unterhalten und nerven sollen. Jeder Dialog, jeder Winkel dieser spätkapitalistischen Miniwelt baut darauf auf, dass du innerlich immer ein kleines bisschen näher an die Kante rutschst – bis du sie durchbrichst. Wörtlich.
Der Loop ist simpel, aber präzise gesetzt: reden, funktionieren, durchatmen, scheitern, beißen. Kurz, süß, bissig. Ein kleiner Kommentar zur modernen Arbeitswelt, verpackt in eine absurd-komische Minierfahrung.
Drywall Eating Simulator ist nichts, was du stundenlang am Stück spielst. Es ist eher das digitale Äquivalent eines tiefen Seufzers nach Feierabend – oder ein sehr befreiendes Crunch gegen die Wand.
Veröffentlicht: 9. Dezember 2025 23:31 Uhr