Embracer Group macht weiter Platz im eigenen Portfolio. Nur vier Jahre nach der Übernahme gehen Arc Games und Cryptic Studios wieder raus aus dem Konzern – für rund 30 Millionen US-Dollar, gekauft von Project Golden Arc, hinter dem Teile des Arc-Managements stehen. Finanziert wurde der Deal vom chinesischen Entwickler XD Inc., der schon länger international expandiert.
- Ein Verkauf, der in die aktuelle Richtung passt
- Was bei Embracer bleibt – und was geht
- Ein neuer Besitzer mit bekannten Gesichtern
Ein Verkauf, der in die aktuelle Richtung passt
Für Embracer ist dieser Schritt längst kein Einzelfall mehr. Seit Monaten sortiert der Konzern sein Line-up neu, verkauft Studios und verschlankt Strukturen. Jetzt also die beiden Einheiten, die vor allem für Star Trek Online, Remnant-Veröffentlichungen und Titel wie Torchlight oder Hyper Light Breaker bekannt sind. In der offiziellen Mitteilung betont CEO Phil Rogers, dass die Trennung genau das mache, was intern gerade Priorität hat: mehr Fokus auf Kernmarken und eine profitablere Struktur.
Was bei Embracer bleibt – und was geht
Spannend ist die Aufteilung der Rechte. Die Remnant-Reihe bleibt bei Embracer, künftig unter THQ Nordic, das ohnehin das Studio Gunfire Games besitzt. Auch das neue MMO Fellowship, das erst im Oktober in den Early Access gestartet ist, wird nicht mitverkauft. Stattdessen wandert es zu Coffee Stain, einer der markanteren Embracer-Submarken.
Dass Arc Games und Cryptic insgesamt nur vier Jahre nach dem ursprünglichen Kauf wieder abgestoßen werden, zeigt aber gut, wie radikal Embracer gerade umstellt. Die Firma hatte in ihrem Juni-Bericht offengelegt, dass im letzten Jahr mehr als 1.800 Stellen abgebaut wurden.
Ein neuer Besitzer mit bekannten Gesichtern
Interessant ist auch, wer jetzt übernimmt. Project Golden Arc besteht aus Mitgliedern des bisherigen Arc-Managements – also Menschen, die die Studios bereits geführt haben. Das wirkt weniger wie ein harter Neustart und mehr wie eine Übergabe an ein Team, das die Strukturen kennt und die eigenen Projekte weiterführen möchte.
Für die betroffenen Studios könnte das sogar Stabilität bedeuten, während Embracer selbst weiter in Richtung eines kleineren, klar ausgerichteten Portfolios steuert.
Veröffentlicht: 2. Dezember 2025 02:55 Uhr