Bildrechte: Wizards of the Coast/Paramount

Heldentruppe mit Pizza: TMNT erobern Magic: The Gathering

Auf der New York Comic Con hat Wizards of the Coast die nächste Universes-Beyond-Kooperation angekündigt: Die Teenage Mutant Ninja Turtles bekommen 2026 ein eigenes Magic-Set. Ab dem 6. März erscheinen Commander-Decks rund um die vier Brüder, dazu ein kooperatives Turtle Team-Up, das den Spieltisch in ein Mini-Abenteuer mit Bosskarten verwandelt.

Inhaltsverzeichnis
  1. Pizza und Planechase
  2. Cowabunga im Kartenspiel
  3. Vier Brüder, ein Multiversum

Das Paket zielt auf Nostalgie und Neugier zugleich und bringt Eastman-Schwarzweiß und Nickelodeon-Farben an einen Tisch. Cowabunga trifft Cantrips.

Pizza und Planechase

Das TMNT-Set greift tief in die Seriengeschichte. Vom rauen Indie-Ton der frühen Comics bis zu den quirligen Cartoon-Jahren ist alles vertreten, inklusive ikonischer Nebenfiguren. Shredder, Krang, Bebop und Rocksteady erhalten eigene Karten, während April O’Neil, Casey Jones und Meister Splinter die Team-Synergien verdichten.

Mechanisch rückt das neue Keyword Sneak in den Fokus. Es erinnert an Ninjutsu, legt den Einsatzpunkt aber in die Blocker-Deklaration und lädt zu taktischen Überraschungen ein. Der Clou steckt in den Kommandeuren selbst: Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo kommen als Partner-Kommandeure und lassen sich zu individuellen Zweierteams kombinieren.

So entsteht dieser typische Turtles-Vibe: vier Persönlichkeiten, ein Plan, und irgendwo liegt eine Pizzaschachtel.

Auf einen Blick

  • Release: 6. März 2026, Prerelease ab 27. Februar
  • Produkte: Commander-Deck, Play Booster, Collector Booster, Pizza Bundle, Turtle Team-Up, Draft Night
  • Mechanik: Sneak als neues Schlüsselwort mit Ninjutsu-Verwandschaft
  • Kunst: Borderless-Karten und Source-Material-Motivkarten, teils mit Kevin-Eastman-Art
  • Preise laut Ankündigung: Play Booster 6,99 USD, Collector Booster 37,99 USD, Pizza Bundle 99,99 USD

Cowabunga im Kartenspiel

Commander bleibt der Spielplatz der Stunde. Die Partner-Kommandeure erlauben Mischungen, die die Rollenverteilung aus der Serie nachzeichnen. Leo organisiert, Raph drückt, Donnie tüftelt, Mikey eskaliert den Tisch mit Charme und Chaos.

Die Listen dürften aggressiv bis midrange ausfallen, je nachdem, ob Sneak als Tempo-Werkzeug oder als Value-Motor gedacht wird. Wer Splinter in den 99 führt, bekommt Mentor-Effekte und Card-Flow, während April mit investigativen Spielsteinen die Ressourcenbreite fördert.

Casey liefert Removal mit Baseballflair. In Summe entsteht ein Commander-Baukasten, der vom Einsteiger-Spaß bis zum Meta-Feint alles zulässt.

Turtle Team-Up holt kooperative Impulse an den Tisch. Zwei bis vier Personen stellen sich Bosskarten wie Shredder oder Rat King und jonglieren Zielwahl, Block-Rätsel und Event-Effekte, die sich wie ein kleines Szenario lesen. Das ist kein Ersatz für Commander, eher ein Pizzastück für Zwischendurch, das Gruppen ohne Turnierambition abholt.

Wer sammeln will, greift zum Pizza Bundle mit exklusiven Pizza Lands und zwei Promos aus Magics Vergangenheit im köstlich albernen Verpackungsdesign. Dazu kommen Source-Material-Karten, die klassische Panels feiern, sowie vier Borderless-Headliner mit Eastman-Signatur, die genau den Nostalgie-Punch liefern, den Turtles-Herzen suchen.

Vier Brüder, ein Multiversum

Universes Beyond sorgt seit Jahren für Debatten, doch die Turtles passen verblüffend organisch in Magics Werkzeugkasten. Martialische Nahkämpfer treffen auf Trickser-Mechaniken, Teamgeist trifft Token-Ökonomie, Straßenlevel-Humor trifft Planeswalker-Pathos. Genau dieser Bruch macht den Reiz aus.

Für Spielgruppen eröffnet sich eine Brücke zwischen Generationen: Wer mit den Cartoon-Intros aufgewachsen ist, findet sofort Anknüpfungspunkte, während Commander-Veteranen an Synergie-Schrauben drehen und Sneak-Linien austesten. Sollte das Set zusätzlich ein paar schlichte Einstiegslinien liefern, landet es dort, wo es hinwill: in Läden, auf Küchentischen, in Köpfen.

Zum Abschluss die drängendste Regelfrage vorab gelöst: Ja, Pizza zählt als Artefakt mit bleibendem Wert, solange niemand sie isst. Dann wandert sie in den Friedhof und hinterlässt einen Fettfleck mit Lebensverknüpfung.


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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.