Hungry Horrors
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Hungry Horrors serviert Folklore statt Kämpfe

Manchmal braucht es kein Schwert, keinen Skilltree und keine Bossphase, um Spannung zu erzeugen. Hungry Horrors geht genau diesen Weg – und macht Essen zur einzigen Verteidigungslinie zwischen dir und sehr hungrigen Albträumen aus britischer und irischer Folklore.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Spiel, das aus Feedback gewachsen ist
  2. Was im Early Access steckt
  3. Plattformen und Ausblick

Das Prinzip ist so simpel wie nervenaufreibend. Es gibt keinen Kampf. Jede Karte, die du spielst, ist eine Mahlzeit. Jede Runde ist ein Balanceakt zwischen Planung, Timing und der leisen Hoffnung, dass das Monster vor dir satt wird, bevor es dich erreicht. Das Ergebnis fühlt sich weniger nach klassischem Card Game an, sondern eher nach einem düsteren Puzzle mit folkloristischem Herzschlag.

Ein Spiel, das aus Feedback gewachsen ist

Nach einer auffällig starken Demo-Phase und mehreren Iterationsschleifen gemeinsam mit der Community markiert der Early-Access-Start nun den nächsten großen Schritt für das Projekt. Hungry Horrors wird größer, tiefer und systemischer, ohne seine Kernidee zu verwässern.

Statt Inhalte einfach „abzuliefern“, bleibt das Team bewusst nah an den Spieler:innen. Neue Mechaniken, Balancing-Anpassungen und narrative Elemente entstehen weiterhin im Dialog – ein Ansatz, der dem Spiel erstaunlich gut steht, gerade weil es so ungewöhnlich gedacht ist.

Was im Early Access steckt

Zum Start bietet Hungry Horrors mehrere spielbare Regionen, die sich atmosphärisch klar voneinander abgrenzen, von Wäldern und Mooren bis hin zur Stadt, ergänzt durch Orte wie Dungeon und Küche. Begegnungen gibt es mit dutzenden Horrors aus britischer und irischer Mythologie, darunter bekannte Figuren wie der Dullahan oder Jenny Greenteeth.

Statt abstrakter Items arbeitest du mit Gerichten, die auf echten traditionellen Rezepten basieren, mit Gewürzen, Kochutensilien, Artefakten und Tränken, die deinen Spielstil verändern. Der Fortschritt läuft über das Book of Taliesin, das neue Systeme freischaltet und künftige Durchläufe nachhaltig beeinflusst. Dazu kommen eigenständige Fatality-Animationen für jedes Horror-Wesen, handkomponierte Musikstücke, versteckte Interaktionen und verschiedene Spielmodi für Maus, Tastatur oder Controller.

All das wirkt nicht wie eine lose Feature-Sammlung, sondern wie ein geschlossenes Ökosystem, das sich langsam entfaltet – genau das, was man sich von einem gut betreuten Early Access erhofft.

Plattformen und Ausblick

Hungry Horrors startet im Early Access auf Steam und ist direkt auch auf dem Steam Deck spielbar. Unterstützt werden Windows, macOS und Linux. Weitere Plattformen schließt das Team nicht aus, möchte sich aber zunächst vollständig auf die PC-Version konzentrieren.

Was bleibt, ist ein Spiel, das sich traut, leise zu sein. Kein Power-Fantasy-Loop, kein Zahlenfeuerwerk – sondern Folklore, Essen und die ständige Angst, dass der nächste Zug dein letzter sein könnte. Hungry Horrors fühlt sich nicht wie ein typisches Kartenabenteuer an. Und genau das macht es so spannend.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️