Deus Ex
via deusexremastered.com

Kein neues Deus Ex in Sicht – sagt Adam Jensen selbst

Es gibt diese Reihen, bei denen sich Warten irgendwann nicht mehr wie Vorfreude anfühlt, sondern wie Stillstand. Deus Ex ist längst an diesem Punkt angekommen. Und jetzt kommt die Bestätigung aus einer Richtung, die wehtut: von Elias Toufexis, der Stimme von Adam Jensen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Post, der Hoffnung sofort beendet
  2. Ein Projekt, das es fast gab – und dann nicht mehr
  3. Jensen, die halbe Geschichte und ein offenes Ende
  4. Wut, Frust und ein Branchenproblem

Kurz gesagt: Es wird kein neues Deus Ex geben. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Ein Post, der Hoffnung sofort beendet

Toufexis teilte auf X eine Übersicht seiner kommenden Projekte. Zwischen bestätigten Jobs und mehreren geheimen NDA-Einträgen begannen Fans schnell zu spekulieren. Vielleicht doch Deus Ex. Vielleicht ein Comeback. Vielleicht Jensen.

Die Antwort kam prompt – und ungewöhnlich unverblümt. Auf die Vermutung angesprochen, konterte Toufexis trocken, dass es kein Deus Ex gebe, weil „die Leute, die das entscheiden, Psychopathen seien“. Kein Emoji, kein Augenzwinkern. Einfach ein Satz, der sitzt.

Ein Projekt, das es fast gab – und dann nicht mehr

Ganz aus der Luft gegriffen waren die Hoffnungen nicht. Bei Eidos-Montréal war über einen längeren Zeitraum tatsächlich ein neues Deus-Ex-Spiel in Arbeit. Das Projekt wurde jedoch eingestellt, nachdem der Publisher Embracer Group den Stecker zog.

Was besonders bitter ist: Dieses Spiel hätte offenbar gar nicht Adam Jensen in den Mittelpunkt gestellt. Toufexis erklärte später selbst, dass er für dieses Projekt nie kontaktiert wurde und Jensens Geschichte aus Sicht der Verantwortlichen als abgeschlossen galt.

Jensen, die halbe Geschichte und ein offenes Ende

Adam Jensen bleibt trotzdem eine der prägendsten Figuren moderner Rollenspiele. Deus Ex: Human Revolution und Deus Ex: Mankind Divided haben eine Figur geschaffen, die zwischen Kontrolle, Selbstbestimmung und Systemkritik genau dort funktioniert hat, wo Deus Ex immer stark war.

Gerade Mankind Divided endete jedoch abrupt. Die Geschichte fühlte sich nicht abgeschlossen an, sondern abgeschnitten. Ein Cliffhanger, der bis heute nachhallt. Mit jedem Jahr ohne Fortsetzung wird klarer, dass dieser zweite Teil von Jensens Story wahrscheinlich nie erzählt wird.

Wut, Frust und ein Branchenproblem

Was Toufexis besonders ärgert, ist weniger das eigene Fehlen in einem neuen Spiel, sondern das, was dahintersteht. Kolleg:innen bei Eidos verloren ihre Jobs, Projekte verschwanden, ohne dass sie je eine Chance hatten, fertig zu werden. Seine Worte treffen damit einen Nerv, der weit über Deus Ex hinausgeht.

Die Branche ist in einer Phase, in der selbst etablierte Marken keine Sicherheit mehr haben. Und Deus Ex, so ikonisch es ist, scheint aktuell eher Ballast als Chance zu sein.

Für Fans bleibt am Ende nur das, was schon lange da ist. Zwei großartige Spiele, ein halbes Ende und die leise Gewissheit, dass manche Cyberpunk-Zukünfte eben nie eintreten.


The Escapist wird von unseren Lesern unterstützt. Wenn jemand über Links auf unserer Website Geld einsetzt, dann erhalten wir möglicherweise eine kleine Affiliate-Provision. Erfahren Sie mehr in unseren Affiliate-Richtlinien.
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Post, der Hoffnung sofort beendet
  2. Ein Projekt, das es fast gab – und dann nicht mehr
  3. Jensen, die halbe Geschichte und ein offenes Ende
  4. Wut, Frust und ein Branchenproblem
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Post, der Hoffnung sofort beendet
  2. Ein Projekt, das es fast gab – und dann nicht mehr
  3. Jensen, die halbe Geschichte und ein offenes Ende
  4. Wut, Frust und ein Branchenproblem
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Post, der Hoffnung sofort beendet
  2. Ein Projekt, das es fast gab – und dann nicht mehr
  3. Jensen, die halbe Geschichte und ein offenes Ende
  4. Wut, Frust und ein Branchenproblem
Author
Image of Linda Güster
Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️