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Lenovo Legion Go 2: Der dicke Brocken mit OLED-Charme

Handhelds sind längst mehr als Retro Spielzeuge für Emulator Fans. Spätestens seit dem Steam Deck wissen wir: PC Gaming passt in den Rucksack. Und jetzt will Lenovo das Ganze noch eine Nummer größer und teurer machen. Auf der IFA 2025 hat das Unternehmen das Lenovo Legion Go 2 enthüllt, ein Gerät, das mit OLED Display, überarbeiteter Hardware und XXL Akku punkten will. Doch reicht das, um im eng umkämpften Markt die Krone zu holen?

Inhaltsverzeichnis
  1. Die Handheld Welle rollt
  2. OLED statt Pixel Overkill
  3. Ryzen Z2: Evolution oder Marketing
  4. Mehr RAM, mehr SSD, mehr Akku
  5. Controller, Gewicht und Ergonomie
  6. Windows 11 oder doch SteamOS
  7. Preisfrage: Lohnt sich das Upgrade
  8. Konkurrenzdruck von allen Seiten
  9. Ein Handheld für Enthusiasten, aber nicht für alle
  10. Frisches vom Feed
  11. Häufige Fragen zum Lenovo Legion Go 2

Die Handheld Welle rollt

Der Markt für PC Gaming Handhelds boomt. Laut Omdia werden 2025 weltweit 2,3 Millionen Geräte verkauft, ein Plus von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2029 soll die Zahl auf 4,7 Millionen steigen. Kein Wunder, dass neben Valve mit dem Steam Deck auch Hersteller wie Asus, MSI und eben Lenovo ein Stück vom Kuchen wollen. Die Konkurrenz schläft nicht. Während das Steam Deck als Preis-Leistung-Maschine gilt, setzen die anderen auf Windows oder eigene Varianten von SteamOS, um maximale Kompatibilität zu bieten.

OLED statt Pixel Overkill

Lenovo hat beim Display eine Entscheidung getroffen, die vielen Handheld-Fans gefallen dürfte. Statt die Auflösung weiter hochzuschrauben, reduziert das Legion Go 2 von 2560×1600 auf 1920×1200 Pixel. Warum? Ganz einfach: Performance und Akku danken es. Dazu kommt die neue OLED Technik auf 8,8 Zoll, mit 144 Hz, VRR und satten 749 Nits Helligkeit. Offiziell sind es zwar nur 500 Nits, in der Praxis liefert das Panel aber mehr. HDR TrueBlack 1000 sorgt für satte Kontraste und wer einmal OLED Schwarz gesehen hat, will nicht mehr zurück.

Ryzen Z2: Evolution oder Marketing

Unter der Haube werkeln die neuen Ryzen Z2 Chips, wahlweise in der Standard oder Extreme Version. Während der Z2 eher ein leicht optimierter Aufguss des bekannten Z1 Extreme ist, bringt der Z2 Extreme mit Zen 5 Kernen und einer AMD 890M GPU deutlich mehr Schub. Im besten Fall verdoppelt sich die Framerate bei niedrigen TDPs, bei hohen Lasten gibt es 10 bis 20 Prozent mehr Leistung. Das macht das Gerät spannend für Indie und Retro Spiele und bringt gleichzeitig genug Power für aktuelle AAA-Titel.

Mehr RAM, mehr SSD, mehr Akku

Lenovo hat an den Stellschrauben gedreht, die beim Vorgänger noch kritisiert wurden:

  • Arbeitsspeicher: Bis zu 32 GB LPDDR5X RAM mit 8000 MHz. Ein Luxus für Handhelds, aber nötig, da GPU und CPU denselben Speicher nutzen.
  • Speicherplatz: Bis zu 2 TB PCIe SSD, erweiterbar per microSD um weitere 2 TB. Wer basteln will, kann sogar eine größere 2280 SSD nachrüsten.
  • Akku: Von 49 auf 74 Whr, eine satte Steigerung um 50 Prozent. Das könnte das größte Argument für die zweite Generation werden.

Controller, Gewicht und Ergonomie

Das Legion Go 2 bleibt ein Brocken mit 920 Gramm und damit noch klobiger als der Vorgänger. Doch Lenovo verspricht eine bessere Ergonomie. Die TrueStrike Controller lassen sich abnehmen, haben ein neues Button Layout, ein optisches Mauspad und bieten jetzt sogar drei frei belegbare Extra Tasten. Haptisches Feedback kommt über einen Linearmotor und per Fingerabdrucksensor geht es schnell ins System. Immerhin: Die Controller sind rückwärtskompatibel. Besitzer des ersten Modells können also upgraden, ohne ihre Peripherie aufzugeben.

Windows 11 oder doch SteamOS

Offiziell setzt Lenovo weiterhin auf Windows 11. Das bedeutet volle Kompatibilität, aber auch die bekannten Probleme: schlechte Touch Bedienung, hoher Ressourcenhunger und ein Power Management, das nicht mit SteamOS mithalten kann. Genau deshalb kursieren Gerüchte, dass Lenovo eine SteamOS Version plant. Sollte das passieren, hätte das Legion Go 2 plötzlich einen ganz anderen Reiz, weniger Kosten, mehr Effizienz, einfacheres Handling.

Preisfrage: Lohnt sich das Upgrade

Hier kommt der Knackpunkt. 1.049 US Dollar ruft Lenovo für das Basismodell auf. Das ist fast doppelt so teuer wie der Vorgänger, der teils schon für 500 bis 650 Dollar zu haben war. Wer bereits ein Legion Go 1 besitzt, wird sich fragen, ob OLED, Akku und ein paar Prozent mehr Leistung wirklich diesen Aufpreis rechtfertigen.

Konkurrenzdruck von allen Seiten

Das Steam Deck bleibt die Einsteiger Option, das Lenovo Legion Go S gilt vielen als bester Allrounder mit SteamOS und der MSI Claw 8 AI+ punktet mit Intels Lunar Lake Chip als stärkster Windows Handheld. Dazu kommt Asus mit der ROG Ally X und die Performance Monster von OneXPlayer. Das Legion Go 2 ist also weder billig noch das absolute Spitzenmodell. Es will die Mitte besetzen: stark, aber nicht übertrieben, edel, aber auch schwer.

Ein Handheld für Enthusiasten, aber nicht für alle

Am Ende bleibt das Lenovo Legion Go 2 ein Gerät für die, die wirklich Wert auf Premium legen. OLED, großer Akku, massig RAM. Wer ein günstiges Einstiegsgerät sucht, greift zum Steam Deck. Wer maximale Leistung will, schaut sich OneXPlayer an. Lenovo positioniert sich dazwischen und hofft, dass genug Spielende bereit sind, über 1.000 Dollar für ein Handheld auszugeben.

Frisches vom Feed

Häufige Fragen zum Lenovo Legion Go 2

Wann erscheint das Lenovo Legion Go 2?
Im Oktober 2025, zunächst in den USA, zum Startpreis von 1.049 Dollar.

Wie groß ist das Display?
8,8 Zoll OLED mit 1920×1200 Pixeln, 144 Hz und HDR TrueBlack 1000.

Welche Prozessoren stecken im Legion Go 2?
AMD Ryzen Z2 oder Ryzen Z2 Extreme mit Zen 5 Architektur und AMD 890M GPU.

Welche Betriebssysteme sind verfügbar?
Standardmäßig Windows 11, eine SteamOS Version wird diskutiert.


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Author
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Aykut Özbey
Esports & Gaming Journalist
Aykut Özbey ist freier Gaming- und Esport-Journalist. Nach fünf Jahren bei ProSiebenSat.1 und Auftritten im TV-Format „eFernsehen” auf ProSieben MAXX arbeitet er heute an eigenen Projekten. Mit „30 Minuten Zocken” macht er Games für Berufstätige und Studierende im Alltag greifbar. Seit August 2025 unterstützt er unsere Escapist Redaktion mit aktuellen Gaming-News.