Bungie

Marathon startet holprig – Bungie verbietet Reviews und verliert gegen Indie

Bungies Extraction-Shooter Marathon ist seit dem 5. März für PC, PS5 und Xbox erhältlich – doch der Launch bleibt hinter den Erwartungen zurück. Auf Steam erreichte der 40-Dollar-Titel unter 87.000 gleichzeitige Spieler, während das Indie-Kartenspiel Slay the Spire 2 parallel auf über 179.000 kam.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wenn ein Kartenspiel den Halo-Macher überholt
  2. Saisonale Komplett-Wipes: Bungies riskanteste Entscheidung
  3. Review-Sperre bis Ende März – Vertrauen auf Kredit
  4. Was kann das Game?

Gleichzeitig bat Bungie Medien, finale Reviews bis Ende März zurückzuhalten. Ein Start, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

Auf einen Blick

  • Release: 5. März 2026 (PC, PS5, Xbox Series X|S) – Preis: 39,99 USD
  • Steam-Peak am Launch-Tag: unter 87.000 gleichzeitige Spieler
  • Season 1: März bis Juni 2026 – vierteljährliche Komplett-Wipes bestätigt
  • Review-Embargo: Bungie bat Medien, finale Wertungen bis Ende März zurückzuhalten
  • Positive Steam-Reviews: über 84 %

Wenn ein Kartenspiel den Halo-Macher überholt

Wer am 5. März die Steam-Charts öffnete, musste zweimal hinschauen. Marathon, das mit Millionenbudget beworbene Comeback von Bungie, landete mit einem Peak unter 87.000 Spielern deutlich außerhalb der Top 10.

Gleichzeitig kletterte Slay the Spire 2 – ein Deckbuilder-Sequel eines winzigen Indie-Studios – auf über 179.000. Das sagt nicht alles über Qualität. Aber es sagt einiges über Erwartungsmanagement.

Saisonale Komplett-Wipes: Bungies riskanteste Entscheidung

Der Launch-Woche ging ein Server Slam voraus, der noch 143.000 Spieler anzog. Doch der Test war kostenlos. Mit einem Preisschild von 40 Dollar fiel die Bereitschaft sichtbar. Dabei ist das Gunplay im Spiel laut frühen Eindrücken klassisch Bungie: präzise, wuchtig, taktil.

Die Probleme liegen woanders. Die Community kritisiert seit Monaten eine überladene UI, die selbst Veteranen verwirrt. Bungie hat darauf reagiert – aber nicht mit einem Redesign, sondern mit dem Versprechen, iterativ nachzubessern.

Review-Sperre bis Ende März – Vertrauen auf Kredit

Die brisanteste Designentscheidung: Alle drei Monate setzt Marathon einen kompletten Wipe durch. Ausrüstung, Fraktionsfortschritt, Spielerlevel – alles auf null. Nur Cosmetics und Codex-Einträge bleiben.

Bungie nennt das eine Maßnahme, damit Loot bedeutsam bleibt und Neueinsteiger nicht abgehängt werden. Konkurrent Arc Raiders löst das gleiche Problem mit optionalen Resets.

Marathon zwingt alle an denselben Startpunkt – ein Modell, das Escape from Tarkov populär gemacht hat, aber bei einem breiteren Publikum auf Widerstand stoßen dürfte.

Mindestens ebenso ungewöhnlich: Bungie bat Redaktionen, finale Reviews erst zu veröffentlichen, wenn Ende März mit Cryo Archive die Endgame-Zone und der Ranked-Modus freigeschaltet werden.

Das ist kein offizielles Embargo im klassischen Sinne – sondern eine Bitte, die Medien in eine schwierige Lage bringt. Wer jetzt wertet, riskiert ein unvollständiges Bild. Wer wartet, verliert Relevanz.

Was kann das Game?

Marathon ist kein schlechtes Spiel. Das Gunplay sitzt, die Welt hat Atmosphäre, die Steam-Reviews sind überwiegend positiv. Aber ein Launch, bei dem die Entwickler selbst darum bitten, das Urteil zu vertagen, ist nie ein gutes Zeichen.

Bungie hat sich drei Monate bis zum ersten Wipe gegeben, um zu beweisen, dass Marathon mehr ist als ein hübsches Versprechen. Bis dahin bleibt es das teuerste Vertraut-uns der Extraction-Shooter-Geschichte.


The Escapist wird von unseren Lesern unterstützt. Wenn jemand über Links auf unserer Website Geld einsetzt, dann erhalten wir möglicherweise eine kleine Affiliate-Provision. Erfahren Sie mehr in unseren Affiliate-Richtlinien.
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Wenn ein Kartenspiel den Halo-Macher überholt
  2. Saisonale Komplett-Wipes: Bungies riskanteste Entscheidung
  3. Review-Sperre bis Ende März – Vertrauen auf Kredit
  4. Was kann das Game?
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Wenn ein Kartenspiel den Halo-Macher überholt
  2. Saisonale Komplett-Wipes: Bungies riskanteste Entscheidung
  3. Review-Sperre bis Ende März – Vertrauen auf Kredit
  4. Was kann das Game?
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Wenn ein Kartenspiel den Halo-Macher überholt
  2. Saisonale Komplett-Wipes: Bungies riskanteste Entscheidung
  3. Review-Sperre bis Ende März – Vertrauen auf Kredit
  4. Was kann das Game?
Author
Image of Ben Touati
Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.