Metroid Prime 4 spaltet die Galaxie

Mit Metroid Prime 4: Beyond hat Nintendo nach langem Warten endlich einen neuen Ableger veröffentlicht. Statt Euphorie entfachte der Launch eine Debatte: Viele Fans lieben das Leveldesign, doch die offene Welt „Sol Valley“ zieht sich wie Kaugummi und Begleiter Miles MacKenzie plaudert ständig dazwischen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ingenieur im Plappermodus
  2. Galaktischer Humor mit Dämpfer
  3. Sol Valley – Wüste der Geduld
  4. Fans im Meme‑Overdrive
  5. Mutiger Schritt mit Macken

Der ungewohnte Humor und das Bike‑Tutorial irritieren Veteranen. Was hat Samus’ neuestes Abenteuer verdient – Liebe oder Spott?

Ingenieur im Plappermodus

Die ersten Stunden führen durch eine Wüste, die größer wirkt als mancher Zelda-Abschnitt. Das leveldesign in den Dungeons wird zwar gelobt, aber die Oberwelt „Sol Valley“ soll unnötig lang geraten sein: Fahrstuhlfahrten, Gondeln und ein Motorrad‑Tutorial strecken die Spielzeit. Dazu kommt ein Sidekick, der polarisiert.

Der Ingenieur Miles MacKenzie unterstützt Samus nicht nur technisch – er redet ununterbrochen. Kritiker vergleichen ihn mit einem nervigen Theaterkind und bemängeln, dass seine One-Liner Atmosphäre und Spannung zerstören. Diesen Vorwurf mussten sich so einige MCU-Blockbuster auch schon gefallen lassen.

Auf einen Blick

  • Metroid Prime 4 erschien Anfang Dezember 2025 für Nintendo Switch 2.
  • Das Action‑Adventure setzt erstmals auf große, offene Areale mit Fahrzeugen.
  • Miles MacKenzie kommentiert jeden Raum und gibt Hinweise; viele Fans empfinden ihn als störend.
  • Kritiker loben die Atmosphäre in den Dungeons und das abwechslungsreiche Arsenal.
  • Einige sehen den humorvollen Ton als mutige Abwechslung, andere als Fehlgriff.

Galaktischer Humor mit Dämpfer

Fans und Journalisten sind sich uneinig, ob der humorvolle Begleiter das Sci‑Fi‑Feeling auflockert oder kaputtredet. Der Sidekick weise auf verpasste Items hin und kommentiere jedes Detail. In sozialen Medien kursieren Memes, in denen MacKenzie neben Samus steht und „Er steht direkt hinter mir, oder?“ sagt – ein Running Gag.

Für manche sorgt genau das für Charme; andere wünschen sich die beklemmende Einsamkeit der Vorgänger zurück. Anfangs wurde oft von einem „soft spot“ für den dorkigen Begleiter berichtet, doch seine Sprüche würden im späteren Spiel „zahnlos“.

Sol Valley – Wüste der Geduld

Die Diskussion dreht sich nicht nur um Dialoge. Die Struktur der offenen Welt erzürnt Puristen. Reviewer heben hervor, dass Samus durch riesige sandige Ebenen reist, nur um Upgrades freizuschalten, die den Zugang zu früheren Gebieten ermöglichen. Lange Aufzüge, Motorrad‑Abschnitte und zurücksetzende Plattformen strecken die Laufzeit auf über zwölf Stunden.

Nur wer 90 Prozent der Upgrades findet, wird belohnt – doch vielen fehlt die Geduld. Die ständigen Unterbrechungen durch MacKenzie verstärken das Gefühl, dass Nintendo zwei Spiele fusioniert hat: einen klassischen Dungeon‑Crawler und einen Open‑World‑Shooter.

Fans im Meme‑Overdrive

Während Fachpresse und Spieler:innen diskutieren, trendet der Hashtag #MetroidDebate. Auf Reddit sammeln sich Threads, in denen Nostalgiker fordern, Miles müsse optional abschaltbar sein. Andere erklären, der Begleiter passe zu modernen Games wie Guardians of the Galaxy.

MacKenzies witzige Sprüche schaden in den Augen vieler der düsteren Atmosphäre des Spiels. Ein YouTuber spricht sogar von einem „Big Bang Theory im Weltall“.

Die Entwickler verweisen darauf, dass MacKenzie wichtige Hinweise gebe und somit optional sei, doch ein Patch dazu ist bislang nicht angekündigt.

Mutiger Schritt mit Macken

Metroid Prime 4: Beyond wagt sich weit vor. Die Handlung erweitert die Galaxie, das Sounddesign bleibt großartig, und die Bosskämpfe sorgen für Schweiß. Dennoch wirken die Chatty‑Sidekick‑Momente und die gestreckte Oberwelt wie Bremsklötze.

Vielleicht wächst Miles MacKenzie den Spielern noch ans Herz – oder er wird als nervigste Nebenfigur seit Jar Jar Binks in die Geschichte eingehen. Eins steht fest: Diese Debatte verleiht Samus’ neuem Abenteuer mehr Buzz als jedes Marketingbudget.


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Author
Image of Ben Touati
Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.