Nintendo steht blendend da – Rekordverkäufe, stabile Hardware und ein Kinohit, der weltweit Begeisterung ausgelöst hat. Doch statt sich auf diesen Erfolgen auszuruhen, plant das Unternehmen die nächste Wachstumsphase. Präsident Shuntaro Furukawa hat in den begleitenden Materialien zum aktuellen Quartalsbericht drei zentrale Investitionsfelder genannt, mit denen Nintendo seine Zukunft absichern will.
- 1. Stärkere eigene Spielentwicklung
- 2. Mehr Investitionen in Entertainment abseits von Spielen
- 3. Ausbau der Nintendo Accounts und Community-Bindung
1. Stärkere eigene Spielentwicklung
An erster Stelle steht, wenig überraschend, die Stärkung der eigenen Studios. Nintendo will seine Entwicklungsabteilungen ausbauen, zusätzliche Entwicklerteams übernehmen und neue Gebäude errichten – darunter ein zweites Entwicklungszentrum am Hauptsitz in Kyoto. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten langfristig zu erhöhen und die Qualität der hauseigenen Spiele noch stärker abzusichern.
Furukawa betonte, dass Nintendo intern wachsen will, anstatt sich nur auf externe Partner zu verlassen. Damit sollen sowohl bestehende Marken gepflegt als auch neue IPs entstehen – ein Schritt, der vor allem für die kommende Konsolengeneration entscheidend sein dürfte.
2. Mehr Investitionen in Entertainment abseits von Spielen
Nach dem riesigen Erfolg des Super Mario Bros. Movie ist klar: Nintendo will mehr. Das Unternehmen sieht großes Potenzial in Bereichen, die eng mit dem eigenen Spiele-Universum verknüpft sind – etwa in Filmproduktionen, Animationsprojekten oder anderen Formen von Entertainment.
Furukawa erklärte, man wolle gezielt in „Software-Assets“ investieren, die außerhalb klassischer Spiele existieren, aber die Markenwelt erweitern. Gemeint sind etwa Filme, Serien oder Erlebnisse, die über Themenparks und digitale Plattformen hinausreichen könnten.
3. Ausbau der Nintendo Accounts und Community-Bindung
Der dritte Schwerpunkt dreht sich um die langfristige Beziehung zu den Fans. Nintendo will sein Account-System weiter ausbauen, um Spieler:innen plattformübergreifend zu verbinden – unabhängig davon, ob sie auf Konsole, Mobilgerät oder PC aktiv sind.
Die Accounts sollen künftig noch stärker zur Grundlage aller Interaktionen werden – von In-Game-Events über Bonusprogramme bis hin zu Filminhalten oder Merchandise. Furukawa sieht darin das zentrale Element, um die Marke Nintendo über Generationen hinweg relevant zu halten.
Mit dieser Dreiteilung – mehr eigene Spiele, mehr Geschichten und mehr Nähe zu den Fans – will Nintendo den aktuellen Schwung nicht nur halten, sondern ausbauen. Und wer die jüngste Erfolgsgeschichte der Firma kennt, weiß: Wenn Nintendo einmal den Kurs gesetzt hat, folgt meist ein neues Kapitel, das niemand so schnell vergisst.
Veröffentlicht: 7. November 2025 01:59 Uhr