Im nächsten Ableger der Legends‑Reihe kehrt Pokémon zu seinen Wurzeln zurück und lässt dabei gleichzeitig vieles hinter sich. Pokémon Legends: Z‑A spielt in der Kalos‑Region, genauer gesagt in einer vollständig begehbaren Version der Metropole Illumina City, besser bekannt als Lumiose City.
- The City Never Sleeps
- Echtzeit trifft auf Taktik
- Nostalgie mit frischen Zutaten
- Pikachu im Großstadtfieber
Heute, am 16. Oktober 2025, erscheint das Spiel für Nintendo Switch und die Nachfolger‑Konsole Switch 2. Auf den ersten Blick scheint es wie ein spiritueller Bruder von Pokémon X/Y: gleiche Region, vertraute Gesichter und eine vertraute Hauptstadt.
Doch der neue Titel mischt die Formel gehörig auf. Statt starrem Rundenkampf geht es nun um agile Echtzeitaktionen; statt kleiner Routen ist die Stadt selbst der Spielplatz, in dem Gassen, Plätze und Hochhäuser nahtlos ineinander übergehen. Vor allem aber feiert die von vielen vermisste Mega‑Entwicklung ihre Rückkehr.
Auf einen Blick
Die Veröffentlichung ist für den 16. Oktober 2025 auf Nintendo Switch und Switch 2 geplant.
- Lumiose City wird komplett begehbar sein, mit Straßenzügen, Gassen und Hochhäusern, die zu einer offenen Spielwelt verschmelzen.
- Das Spiel kombiniert Echtzeit‑ und Taktikkämpfe und bringt die Mega‑Entwicklung zurück, um spektakuläre Verwandlungen zu ermöglichen.
- Entwickelt wird der Titel von Game Freak; er bildet den zweiten Eintrag der Legends‑Reihe nach Legends: Arceus.
The City Never Sleeps
Während Lumiose City in Pokémon X/Y nur ein belebtes Zentrum unter vielen war, wird sie in Z‑A zur gesamten Bühne. Spielerinnen und Spieler sollen Pokébälle aus freier Perspektive werfen, wilden Pokémon im Park hinterherlaufen und ohne Ladebildschirme in die Boutiquen und Cafés stolpern können.
Die Mega‑Entwicklung, bei der sich ein Pokémon mithilfe spezieller Energie in eine besonders mächtige Form transformiert, kehrt dabei als Kernmechanik zurück. Sie wird dieses Mal von temporären Kristallen ausgelöst, die man im Kampf richtig einsetzen muss.
Das macht die Schlachten spektakulär: Wenn ein Glurak mitten in der Avenue des Champs‑Elysées von seinem Mega‑Stein gestärkt wird, ist das ein echtes Ereignis.
Echtzeit trifft auf Taktik
Der Verzicht auf rein rundenbasiertes Gameplay ist wohl die auffälligste Neuerung.
In Pokémon Legends: Arceus konnten Fans bereits ahnen, wie dynamische Begegnungen aussehen könnten, doch Z‑A geht noch einen Schritt weiter: Angriffe lassen sich auslösen, während man sich frei bewegt, man kann ausweichen oder auf einen höheren Balkon sprinten, um aus sicherer Entfernung einen Pokéball zu werfen.
Gleichzeitig behält Game Freak taktische Elemente bei, etwa wenn man Attacken in die richtige Reihenfolge bringen muss, um das Maximum aus seinem Team herauszuholen. Die Mega‑Entwicklung bringt zusätzliche Ebene: Sie steht nicht unendlich zur Verfügung und erfordert Timing, sonst verpufft ihre Kraft in einer Gasse, ohne dass es jemand bemerkt.
Die Entwickler betonen, dass Lumiose City lebendig wirken soll. Nebenquests führen zu markanten Figuren, die von den Spielern oft übersehen wurden, wie dem Barista, der in X/Y nur ein Nebensatz war und jetzt eine eigene Geschichte bekommt.
Manche Quests erzählen vom Wiederaufbau der Stadt vor der Gym‑Liga – ein Aspekt, der bisher nur in Gerüchten auftauchte. Vermutlich wird man erfahren, wie Kalos zur wirtschaftlichen Macht wurde, warum Professor Platane so begeistert von Mega‑Entwicklungen ist und welche Rolle ein geheimnisvoller Rat spielt.
Und wenn die Gerüchte stimmen, wird es sogar einen kooperativen Modus geben, der Freunde gemeinsam durch die Boulevards schlendern lässt, um seltene Pokémon aufzuspüren.
Nostalgie mit frischen Zutaten
Als spiritueller Nachfolger von Pokémon X/Y spielt Z‑A geschickt mit Nostalgie. Fans dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Professor Platane freuen, der diesmal tiefer in die Mega‑Mechanik eintaucht, und auch Lysander könnte seine Hände im Spiel haben.
Game Freak nutzt die verbesserte Hardware der Switch 2, um flüssige Übergänge zwischen Erkundung und Kampf zu ermöglichen.
Der Sprung in die neunte Pokémon‑Generation könnte eine bedeutende Rolle spielen: Wie verändern sich die Bewohner von Kalos, wenn eine neue Region zu Besuch kommt? Und welche alten Pokémon bekommen endlich eine Mega‑Form, von der Fans seit Jahren träumen?
Pikachu im Großstadtfieber
Am Ende bleibt die spannendste Frage, ob Game Freak die Technik im Griff hat und das Potenzial von Lumiose City voll ausschöpfen kann. Die Rückkehr der Mega‑Entwicklung, kombiniert mit einer offenen Großstadt und dynamischen Kämpfen, klingt wie ein Traum für alle, die sich nach Innovation sehnen, ohne das Altbewährte zu verlieren.
Ob Pikachu nun im Café einen Espresso serviert bekommt, Lucario einen Parkour entlang der Fassaden absolviert oder Greninja aus einem Springbrunnen hüpft; Pokémon Legends: Z‑A verspricht ein Abenteuer, das sowohl Veteranen als auch Neulinge begeistern kann.
Und wenn beim Launch ein witziger Bug dazu führt, dass alle Pokémon plötzlich in französischem Akzent sprechen, dann wäre das ganz im Stil von Kalos: Charmant, ein bisschen verrückt und durchaus liebenswert.
Veröffentlicht: 16. Oktober 2025 07:28 Uhr