Die Feiertage waren für Rainbow Six Siege alles – nur nicht ruhig. Während viele Spieler:innen eigentlich nur ein paar entspannte Matches zwischen Weihnachten und Neujahr wollten, geriet Ubisofts Taktik-Shooter gleich zweimal hintereinander aus den Fugen. Zwei Hacks, zwei komplette Eskalationen, und zwischendrin ein Spiel, das zeitweise komplett offline genommen werden musste.
- Milliarden-Credits und kompletter Stillstand
- Der 67-Tage-Bann und das Meme, das keiner wollte
- Zurück im Normalbetrieb – vorerst
Inzwischen ist Siege wieder spielbar. Aber was da passiert ist, fühlt sich rückblickend eher nach Ausnahmezustand als nach klassischem Serverproblem an.
Milliarden-Credits und kompletter Stillstand
Der erste Vorfall traf Rainbow Six Siege am Weihnachtswochenende. Plötzlich hatten Spieler:innen Milliarden an Credits und Renown auf ihren Accounts. Seltene Skins tauchten auf, Entwickler-Items inklusive. Gleichzeitig wurden tausende Accounts scheinbar willkürlich gebannt und wieder entbannt, teilweise sogar interne Mitarbeiter wegen angeblich toxischen Verhaltens.
Ubisoft reagierte relativ schnell, aber drastisch. Siege wurde vollständig offline genommen, inklusive Marketplace. Kurz darauf folgte die Ansage: Niemand werde für ausgegebene Credits bestraft, alle Transaktionen würden zurückgesetzt. Parallel laufende Bannwellen seien nicht Teil des Hacks gewesen.
Am 28. Dezember begann der große Rollback. Accounts, Währungen, Inventare – alles wurde auf einen früheren Stand zurückgedreht. Erst danach starteten umfangreiche Checks, bevor Spieler:innen langsam wieder ins Spiel gelassen wurden.
Der 67-Tage-Bann und das Meme, das keiner wollte
Kaum war der erste Brand gelöscht, folgte die nächste Überraschung. Eine Woche später meldeten sich Spieler:innen erneut – diesmal mit 67-tägigen Bans wegen angeblicher Belästigung. Die Zahl war kein Zufall. Sie spielte offensichtlich auf das inzwischen allgegenwärtige 6-7-Meme an, das vor allem auf TikTok kursiert.
Auch hier stellte sich schnell heraus: Diese Bans waren nicht legitim. Ubisoft erklärte, alle Sperren aus diesem Zeitraum könnten ignoriert werden. Das Team sei wieder vollständig zurück und arbeite an der Behebung weiterer Synchronisations- und Verbindungsprobleme.
Zurück im Normalbetrieb – vorerst
Stand jetzt läuft Rainbow Six Siege wieder stabil. Alle Plattformen zeigen grünes Licht, die Hacks gelten als behoben, die kuriosen Bans sind zurückgenommen. Was bleibt, ist ein ziemlich wilder Jahreswechsel für ein Spiel, das eigentlich für Präzision und Kontrolle steht.
Wie genau es zu gleich zwei derart massiven Sicherheitsvorfällen kommen konnte, ist weiterhin offen. Klar ist nur: Diese Feiertage werden in der Siege-Community so schnell niemand vergessen.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:35 Uhr