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Resident Evil Requiem erscheint diese Woche – Capcom bittet um Spoiler-Verzicht

Resident Evil Requiem erscheint am 26. Februar 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Vorabkopien sind bereits im Umlauf – und Capcom hat sich mit einem ungewöhnlichen Appell an die Community gewandt: Bitte keine Spoiler teilen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Das neue Gesicht von Resident Evil
  2. Vorabkopien und der Spoiler-Appell
  3. Ein Release-Termin mit Konkurrenz
  4. Wofür Grace Ashcroft steht

Hauptfiguren des Spiels sind FBI-Agentin Grace Ashcroft und Leon S. Kennedy, der zurückkehrt. Ob das reicht, einen der dichtesten Release-Termine des Jahres zu gewinnen, zeigt sich in wenigen Tagen.

Auf einen Blick

  • Resident Evil Requiem erscheint am 26. Februar 2026 (PS5, Xbox Series X/S, PC)
  • Protagonistin: FBI-Analystin Grace Ashcroft, mit Leon S. Kennedy als Begleitung
  • Capcom bat nach dem Leak von Vorabkopien öffentlich um Spoiler-Verzicht
  • Preis: 79,99 Euro (Standard Edition), 69,99 Euro (je nach Plattform/Bundle)

Das neue Gesicht von Resident Evil

Grace Ashcroft ist kein Name, den die Community bislang kannte. FBI-Analytikerin, keine Kampferfahrung per se, damit konsequent gegen den Typ des typischen RE-Protagonisten gesetzt.

Capcom hat sich mit Resident Evil 4 Remake (2023) und Village (2021) den Ruf erarbeitet, alte Formeln neu zu denken. Requiem geht einen anderen Weg: Es ist kein Remake, sondern eine neue Geschichte in der Welt, die Fans aus den Revelations-Spielen kennen.

Leon S. Kennedy ist dabei, was bei einem Teil der Community unmittelbare Vorfreude auslöst. Sein letzter großer Auftritt war im vierten Teil – und das RE4 Remake hat die Latte für Kontext-treue Wiederbelebungen erheblich gelegt.

Wie Capcom ihn in Requiem positioniert, ohne die Spannung um Grace zu untergraben, ist eine der interessanteren Designfragen des Titels.

Vorabkopien und der Spoiler-Appell

Wenige Tage vor dem Launch bestätigte Capcom, dass frühe Kopien des Spiels in Umlauf geraten sind. Üblicherweise bleiben solche Fälle ohne offizielle Reaktion – oder werden mit einem nüchternen Statement kommentiert.

Diesmal bat das Studio direkt: Wer das Spiel früh hat, möge die Story für sich behalten. „Wir wollen wirklich, dass alle die Geschichte des Spiels genießen können.” Dass Capcom diesen Schritt geht, signalisiert, dass Requiem eine deutlich narrativ dichtere Erfahrung sein dürfte als die durchschnittliche Survival-Horror-Episode.

Spoiler bei Resident Evil waren historisch weniger kritisch als bei Story-getriebenen RPGs oder Narrative-Adventures. Wenn Capcom diesen Appell für nötig hält, dürfte da ein Twist oder zwei drin stecken.

Ein Release-Termin mit Konkurrenz

Der 26. Februar ist kein einsamer Mittwoch. Im gleichen Zeitraum erscheinen Tales of Berseria Remastered, Towerborne 1.0 und PC Building Simulator 2 auf Konsole.

Resident Evil hat also in dieser Woche klar das stärkste Markenprofil, aber der 5. März – mit Slay the Spire 2, Marathon und Pokémon Pokopia – zieht viel Aufmerksamkeit auf sich.

Das bedeutet konkret: Wer Requiem auf der Rechnung hat, sollte spätestens am Donnerstag loslegen, bevor der Newszyklus um den 5. März die Diskussion dominiert.

Für Capcom ist ein starker Launch-Weekendstart in diesem Jahr wichtiger als je zuvor – nach dem gemischten Ergebnis von Exoprimal und dem Erfolg des RE4 Remakes sind die Erwartungen an die Franchise gespalten.

Wofür Grace Ashcroft steht

Capcom hat sich in den letzten Jahren bewusst für weibliche Hauptcharaktere entschieden: Lady Dimitrescu war das bekannteste Gesicht von Village, Ethan Winters der stilistisch ungewöhnlichste Protagonist in der Franchise-Geschichte.

Grace setzt diese Experimentierfreude fort. Eine FBI-Analytikerin, die keine ausgebildete Kämpferin ist, verspricht ein anderes Pacing als Leon oder Chris Redfield. Ob das die Casual-Crowd anspricht oder vor allem eingefleischte Fans anlockt, entscheidet sich in den Wertungen der nächsten Woche.


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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.