Rockstar
via marketpalce.cfx.re

Rockstar startet offiziellen Mod-Marktplatz

Rockstar Games macht ernst mit Modding – und zwar auf eine Art, die vor ein paar Jahren noch undenkbar gewirkt hätte. Mit dem neuen Cfx Marketplace geht ein offizieller Store an den Start, in dem Creator ihre Mods für RP-Server verkaufen oder teilen können. Gedacht ist das Ganze ausdrücklich für „jeden Server und jeden Spieler“ – ein Satz, der allein schon zeigt, wie sehr sich die Haltung des Studios verändert hat.

Inhaltsverzeichnis
  1. Vom Feindbild zum offiziellen Partner
  2. Ein Store für Scripts, Maps und große Ideen
  3. Was das für die RP-Szene bedeutet

Der Marktplatz ist Teil von Rockstars wachsendem Engagement rund um Roleplay-Ökosysteme und basiert auf der Arbeit von Cfx.re, dem Team hinter FiveM und RedM. Genau dieses Team hatte Rockstar bereits vor einiger Zeit übernommen – ein Deal, der damals schon als stilles Eingeständnis galt, dass RP nicht mehr am Rand der Community stattfindet, sondern längst mittendrin.

Vom Feindbild zum offiziellen Partner

Der Weg hierhin war allerdings alles andere als geradlinig. Als FiveM im Jahr 2015 erstmals auftauchte, bezeichneten Rockstar und Take-Two die Server noch als nicht autorisierte Multiplayer-Alternative, die Piraterie begünstige. Damals endete das Kapitel sogar mit Bans gegen mehrere der Hauptentwickler.

Erst Jahre später folgte der Kurswechsel. Mit einer neuen Policy erlaubte Rockstar Roleplay-Server unter klaren Bedingungen – nicht kommerziell, kein Missbrauch von Marken oder IPs, keine Störung der offiziellen Online-Dienste von Grand Theft Auto V oder Red Dead Redemption 2. Der Cfx Marketplace ist nun der nächste logische Schritt in dieser Entwicklung.

Ein Store für Scripts, Maps und große Ideen

Rockstar beschreibt den Marketplace als kuratierten digitalen Store. Creator können dort Inhalte wie Props, Scripts oder Maps anbieten, manche kostenlos, andere als kostenpflichtige Bundles, die durchaus im dreistelligen Bereich liegen können. Zum Start arbeitet das Team mit einer ausgewählten Gruppe an Modder:innen zusammen, die bereits in den Aufbau des Stores eingebunden waren.

Der Rollout soll schrittweise erfolgen. Ziel sei es, sowohl Creators als auch Server-Betreibern eine stabile und faire Plattform zu bieten – ein Satz, der deutlich macht, dass Rockstar hier langfristig denkt und nicht einfach nur ein weiteres Monetarisierungs-Experiment startet.

Was das für die RP-Szene bedeutet

Für die Roleplay-Community ist der Cfx Marketplace mehr als nur ein neuer Shop. Er ist eine Art offizielle Anerkennung dessen, was RP-Server seit Jahren leisten: Welten bauen, Systeme erfinden, Geschichten erzählen, die oft weit über das hinausgehen, was das Basisspiel vorsieht. Dass Rockstar Games diesen Bereich nun aktiv strukturiert, kuratiert und monetarisierbar macht, verschiebt die Machtverhältnisse spürbar.

Ob das Modell langfristig fair bleibt – gerade für kleinere Creator – wird sich zeigen. Klar ist aber: Rockstar hat Modding nicht nur toleriert, sondern endgültig in die eigene Infrastruktur integriert. Und das ist für ein Studio dieser Größe alles andere als selbstverständlich.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️