Rosalinas Storybook, jetzt auch physisch
Nintendo

Rosalinas Storybook: Zwischen Galaxien und Gefühlen

Wer einmal Super Mario Galaxy gespielt hat, erinnert sich nicht nur an die bunten Planeten und Sprungpassagen, sondern an diesen stillen Ort im Kometen-Observatorium: die Bibliothek. Dort sitzt Rosalina, liest ihren Lumas vor und plötzlich fühlt sich das Spiel nicht mehr nur wie ein Jump’n’Run an, sondern wie ein Märchen. „Rosalinas Storybook“ ist seit 2007 so etwas wie der heimliche Schatz des Spiels – eine kleine Geschichte im Spiel, die eine der tiefsten Figuren des Mario-Universums überhaupt geformt hat.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Storybook mitten im Abenteuer
  2. Neun Kapitel zwischen Sternenstaub und Abschied
  3. Von der Konsole ins Regal
  4. Ein Storybook, das bleibt

Ein Storybook mitten im Abenteuer

Yoshiaki Koizumi, der Director von Super Mario Galaxy, schrieb das Storybook heimlich nachts, fast wie ein Tagebuch. Erst als alles fertig war, legte er es Shigeru Miyamoto vor. Heraus kam eine Geschichte, die mehr wagt, als man es von Mario-Spielen bis dahin gewohnt war. Zwischen Power-Sternen und Bosskämpfen geht es plötzlich um Verlust, um Sehnsucht und um das Finden einer neuen Familie. Rosalina wird nicht einfach als Wächterin der Sterne eingeführt, sondern als jemand, die selbst ein Kind war, Heimweh kannte und erst lernen musste, Mutter für die Lumas zu werden.

Neun Kapitel zwischen Sternenstaub und Abschied

Das Storybook entfaltet sich Stück für Stück, sobald man im Spiel weiterkommt. Erst ist da nur ein Mädchen, das ein kleines Luma trifft, das seine Mutter sucht. Gemeinsam ziehen sie los, entdecken Kometen, bauen ein Haus, und je mehr Lumas hinzukommen, desto klarer wird: Hier entsteht eine neue Familie. Es sind einfache Bilder – ein Teleskop vom Vater, Sternenkekse, die süßer sind als Honig, ein Luma, das sich in einen Kometen verwandelt – und doch tragen sie eine Wucht, die Spieler:innen jeden Alters erreicht.

Von der Konsole ins Regal

Fast zwei Jahrzehnte nach Super Mario Galaxy schafft es Rosalinas Storybook 2025 endlich auch außerhalb des Spiels ins echte Leben. Shogakukan bringt die japanische Ausgabe im Oktober, Dark Horse Books die englische Version im November. Ein gebundenes Buch mit 112 Seiten, Original-Illustrationen und allen neun Kapiteln. Keine Ergänzungen, keine Anpassungen – sondern genau das, was schon im Spiel so viele berührt hat.

Für Fans ist das mehr als ein Sammlerstück. Es ist ein Signal, dass Geschichten aus Games längst mehr sind als Hintergrunddeko. Dass Figuren wie Rosalina nicht nur durch Gameplay leben, sondern durch das, was sie fühlen, erinnern, erzählen.

Ein Storybook, das bleibt

Rosalinas Storybook ist klein im Umfang, aber riesig in seiner Wirkung. Es hat gezeigt, dass selbst ein Mario-Spiel Raum für stille Momente hat. Dass zwischen Galaxien und Bosskämpfen Platz ist für Verlust, Trost und Neuanfang. Und dass eine Figur, die damals nur Begleiterin sein sollte, durch Worte unsterblich wurde.

Wenn das Buch jetzt ins Regal wandert, schließt sich ein Kreis: aus einer kleinen Szene in einem Spiel wird ein Teil der Nintendo-Geschichte, den man aufschlagen, verschenken, gemeinsam lesen kann. Vielleicht ist genau das die wahre Magie – dass ein Videospiel-Märchen nach all den Jahren immer noch berührt, fast so, als würde Rosalina selbst ein Kapitel vorlesen.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️