Runescape
Jagex

RuneScape-Spieler stimmen über Mikrotransaktionen ab

Ein echtes Signal an die Community: Jagex hat eine Abstimmung gestartet, mit der RuneScape-Spieler:innen selbst entscheiden können, ob einige der umstrittensten Mikrotransaktionen des Spiels entfernt werden sollen – darunter das berüchtigte Treasure Hunter-System. Die Entwickler machen keinen Hehl daraus, was sie sich wünschen: „Wir wollen, dass das durchgeht.“

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Votum für Integrität
  2. „Ein kostspieliger Verlust an Integrität“
  3. Keine komplette Abschaffung

Ein Votum für Integrität

Bis zum 11. November können Spieler:innen ihre Stimme abgeben. Wird das Ziel von 100.000 Ja-Stimmen erreicht, sollen Treasure Hunter und über 200 damit verbundene Items dauerhaft entfernt werden. Laut Jagex wäre das „nicht nur eine deutliche Reduktion an Mikrotransaktionen, sondern ein Schritt hin zu einer zukunftsorientierten, integritätsbasierten Vision von RuneScape.“

Der Treasure Hunter – ursprünglich 2014 eingeführt – erlaubte es, durch Echtgeldkäufe spielentscheidende Vorteile zu erlangen. Wer Geld investierte, konnte sich schneller leveln oder mächtige Items sichern, während Free-to-Play-Spieler:innen auf der Strecke blieben. Schon lange galt das System als Symbol für den Bruch zwischen Spielspaß und Monetarisierung.

„Ein kostspieliger Verlust an Integrität“

In einem Video zur Abstimmung erklärt Jagex-CEO Jon Bellamy alias Mod North, dass sich das Spiel mit Systemen wie Squeal of Fortune (2012) und Treasure Hunter (2014) schrittweise von seinen Wurzeln entfernt habe. „Unsere Herangehensweise an MTX hat langsam die Integrität von RuneScape untergraben. Die schlimmsten Elemente erlauben es, das eigentliche Spiel zu überspringen – und damit das zu verpassen, was RuneScape besonders macht.“

Gleichzeitig räumt er ein, dass Mikrotransaktionen lange Zeit zur Finanzierung des Spiels beitrugen. „Aber das geschah auf Kosten von etwas Kostbarem – der Integrität unseres Spiels.“ Sollte die Abstimmung Erfolg haben, will Jagex ein ganzes Jahr einer Integrity Roadmap widmen, um das Spiel auf faire Weise weiterzuentwickeln.

Keine komplette Abschaffung

Ganz verschwinden wird Echtgeld aber nicht. Bonus-XP sollen bleiben, da sie „Teil gesunder Spielschleifen“ seien und das eigentliche Gameplay nicht ersetzen. Auch kosmetische Items sollen weiterhin verkauft werden – allerdings mit Fokus auf „visuelle Integrität“, die sich stets dem Stil der Spielwelt unterordnet.

Am 12. November will Jagex über die Ergebnisse informieren und einen Zeitplan für die Umsetzung veröffentlichen. Bis dahin liegt die Entscheidung ganz bei der Community – und damit bei denen, die RuneScape all die Jahre getragen haben.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️