Safe In Our World
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Safe In Our World startet Mental Health Accreditation

Safe In Our World hat die erste Workplace Mental Health-Zertifizierung speziell für die Games-Industrie gestartet. Die Mental Health Star Accreditation soll Studios dabei helfen, psychologisch sicherere Arbeitsumgebungen zu schaffen – und das war längst überfällig. In einer Branche, die für Crunch, Burnout und hohe Fluktuation bekannt ist, könnte das genau der Schritt sein, den viele Teams brauchen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wie die Zertifizierung funktioniert
  2. Warum die Games-Branche das braucht
  3. Erste Schritte in Richtung Branchen-Standard

Die Initiative richtet sich an alle – vom Zwei-Personen-Indie-Team bis zum Triple-A-Studio. Egal, ob ein Unternehmen gerade erst über Mental Health-Richtlinien nachdenkt oder bereits eine ausgereifte Strategie hat, es gibt keinen falschen Zeitpunkt für die Zertifizierung.

Das System funktioniert über ein Audit der mentalen Gesundheitspolitik, Praktiken, Kultur und Stimmung im Unternehmen. Danach gibt es einen vollständigen Bericht mit Empfehlungen und einem von drei möglichen Zertifizierungsleveln: Dedicated, Accomplished oder Outstanding.

Wie die Zertifizierung funktioniert

Der Prozess beginnt mit einer unternehmensweiten Prüfung. Safe In Our World schaut sich an, wie ein Studio mit Mental Health umgeht – von offiziellen Richtlinien bis hin zur tatsächlichen Arbeitskultur. Das ist mehr als nur ein Abhaken von Checkboxen, sondern eine echte Bestandsaufnahme.

Nach dem Audit erstellt Safe In Our World einen detaillierten Bericht. Der zeigt, was gut läuft und wo Verbesserungsbedarf besteht. Unternehmen, die die Zertifizierung schaffen, bekommen eine der drei Auszeichnungen, die drei Jahre gültig ist. Dazu gibt es jährliche Check-ins und ein Media Kit, mit dem Studios ihre Bemühungen öffentlich zeigen können.

Wer die Zertifizierung nicht schafft, geht nicht leer aus. Auch dann gibt es einen ausführlichen Bericht mit praktischen Ratschlägen und Ressourcen zur Verbesserung. Das System ist flexibel designed – Studios können sich jederzeit erneut bewerben, wenn sie sich bereit fühlen.

Warum die Games-Branche das braucht

Erla Arnadottir, Trustee bei Safe In Our World und Head of Business Development bei LootLocker, bringt es auf den Punkt: “Wir waren längst überfällig für eine Zertifizierung, die speziell auf die einzigartigen Herausforderungen der Games-Industrie zugeschnitten ist.” Sie hebt hervor, dass Safe In Our World die Akkreditierung mit verschiedenen Unternehmensstrukturen und -bedürfnissen im Hinterkopf entwickelt hat.

Das ist wichtig, denn die Games-Branche ist extrem divers. Ein Indie-Studio arbeitet anders als ein Mobile-Publisher, ein Triple-A-Entwickler hat andere Herausforderungen als ein Middleware-Anbieter. Eine One-Size-Fits-All-Lösung würde nicht funktionieren.

Die Branche kämpft seit Jahren mit Mental Health-Problemen. Crunch-Kultur, unsichere Arbeitsplätze, extremer Zeitdruck vor Releases – das alles belastet die Entwickler. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass gesunde Teams bessere Spiele machen.

Erste Schritte in Richtung Branchen-Standard

Die Mental Health Star Accreditation könnte der Anfang eines neuen Standards werden. Wenn große Studios mitmachen und ihre Zertifizierung öffentlich zeigen, entsteht Druck auf andere, nachzuziehen. Das wäre gut für die gesamte Branche.

Safe In Our World hat bereits bewiesen, dass sie verstehen, wie die Games-Industrie tickt. Die Charity arbeitet seit Jahren daran, Mental Health-Bewusstsein in der Branche zu schaffen. Eine formelle Zertifizierung ist der logische nächste Schritt.

Bleibt abzuwarten, wie viele Studios mitmachen und wie ernst sie den Prozess nehmen. Mental Health ist mehr als PR – es geht um echte Veränderungen in der Arbeitskultur. Wenn die Zertifizierung das vorantreibt, hat sie ihren Zweck erfüllt.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️