Sanatorium: A Mental Asylum Simulator
Zeitglas

Sanatorium: A Mental Asylum Simulator: Albträume in Weiß

Es gibt Spiele, die wollen unterhalten – und dann gibt es Sanatorium. Der „Mental Asylum Simulator“ vom Züricher Indie-Studio Zeitglas erscheint am 6. November 2025 und fühlt sich an wie ein Stück Geschichte, das man eigentlich nicht anfassen möchte. Es spielt in den 1920ern, einer Zeit, in der Wissenschaft und Wahnsinn gefährlich nah beieinander lagen, und schickt dich in ein Sanatorium, das mehr über dich offenbart, als dir lieb ist.

Du bist ein Journalist, der sich als Arzt ausgibt, um das Castle Woods Sanatorium zu infiltrieren. Eine verzweifelte Mission, getrieben von einer kryptischen Nachricht – und einem unheimlichen Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Du diagnostizierst, behandelst, entscheidest. Doch was „Behandlung“ bedeutet, ist in dieser Zeit ein eigenes Kapitel Horror: Eiswasser, Strom, Isolation – Methoden, die aus heutiger Sicht absurd klingen, aber damals als Heilung galten.

Zwischen Ethik und Experiment

Sanatorium: A Mental Asylum Simulator ist kein typisches Managementspiel. Es ist ein moralischer Spiegel, der dich zwingt, über jede Handlung nachzudenken. Jede Entscheidung wirkt rational, bis du sie ausführst – und plötzlich spürst, wie leicht sich Empathie in Kontrolle verwandeln kann. Zeitglas nennt es ein „interaktives Gedankenexperiment“, inspiriert von echten psychiatrischen Praktiken der frühen Moderne.

Das Spiel begann als Universitätsprojekt, als Versuch, die Geschichte der psychischen Gesundheit spielerisch erfahrbar zu machen. Inzwischen ist es ein atmosphärisches Mystery-Erlebnis, das Strategie, Ethik und Horror miteinander verwebt – ohne Jumpscares, aber mit einer Last, die bleibt.

Ein Spiel, das dir unter die Haut kriecht

„Wir wollten etwas schaffen, das dich nachdenklich zurücklässt“, sagt Fabian Hunziker, Mitgründer von Zeitglas. Und genau das gelingt: Sanatorium fühlt sich weniger wie ein Spiel an, sondern wie ein Ort, an dem du eigentlich nicht sein solltest.

Veröffentlicht wird es gemeinsam mit Shoreline Games, deren CEO Keith Kawamura das Projekt als „so verstörend ehrlich wie faszinierend“ beschreibt.

Sanatorium: A Mental Asylum Simulator erscheint am 6. November 2025 für PC, macOS und Steam Deck. Und während du über die Korridore von Castle Woods läufst, wirst du dich irgendwann fragen: Heilst du Menschen – oder machst du sie nur passend für das System?


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️