Sanatorium: A Mental Asylum Simulator
Zeitglas

Sanatorium: A Mental Asylum Simulator startet heute auf Steam

Ein Ort zwischen Medizin und Moral. Sanatorium: A Mental Asylum Simulator erscheint heute offiziell auf Steam, macOS und Steam Deck. Das narrative Debüt des Schweizer Studios Zeitglas Games, veröffentlicht von Shoreline Games, wirft Spieler:innen in ein Sanatorium der 1920er Jahre – als Arzt, der keiner ist.

Inhaltsverzeichnis
  1. Entscheidungen unter Zwang
  2. Zwischen Realität und Wahn
  3. Ein mutiges Debüt

Entscheidungen unter Zwang

In Sanatorium übernehmen Spieler:innen die Rolle eines Psychiaters im Castle Woods Sanatorium. Das ist eine Einrichtung, die auf den Experimenten und Irrwegen früher psychiatrischer Forschung basiert. Das Spiel zwingt zu moralischen Entscheidungen, ohne je eine wirklich richtige Option anzubieten.

Behandlungen bestehen aus Karten, die Methoden wie Elektroschock, Lobotomie oder Gesprächstherapie symbolisieren. Überbleibsel einer Zeit, in der Medizin und Grausamkeit oft Hand in Hand gingen. Jede Handlung beeinflusst nicht nur das Schicksal der Patienten, sondern auch das des Spielers selbst, der sich als falscher Arzt in die Anstalt eingeschlichen hat, um ein dunkles Familiengeheimnis zu lüften.

Zwischen Realität und Wahn

Was als Abschlussprojekt an einer Universität begann, ist heute ein atmosphärisches, forderndes Spiel über Verantwortung, Schuld und Menschlichkeit geworden. Zeitglas Games hat dafür jahrelang historische Quellen ausgewertet und reale Behandlungsmethoden aus dem frühen 20. Jahrhundert ins Gameplay übersetzt.

„Es ist surreal, endlich sagen zu können, dass Sanatorium jetzt veröffentlicht ist“, sagt Sebastian Riedi, Mitgründer von Zeitglas Games. „Dieses Spiel über mentale Gesundheit hat uns auch selbst verändert. Wir hoffen, dass Spieler:innen nicht nur unterhalten werden, sondern nachdenken – über Normalität, über Macht und darüber, wie sich beides mit der Zeit verschiebt.“

Ein mutiges Debüt

Auch Publisher Shoreline Games sieht in Sanatorium ein besonderes Projekt. CEO Keith Kawamura beschreibt Sanatorium: A Mental Asylum Simulator als „düster, atmosphärisch und mutig – ein Erlebnis, das fordert, was man über Ethik und Fortschritt zu wissen glaubt“.

Mit seinem kartenbasierten Simulationssystem, der bedrückenden Ästhetik und der psychologisch dichten Erzählweise steht Sanatorium außerdem für eine Art Spiel, die es kaum noch gibt: unbequem, langsam und faszinierend.

Das Spiel ist ab 18 Uhr für 12,79 Euro erhältlich – mit einem Rabatt zum Launch. Und wer sich traut, den ersten Schritt durch die Tore von Castle Woods zu wagen, sollte wissen: Hier ist jede Entscheidung ein Risiko.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️