David Rosen, einer der prägenden Mitbegründer von Sega in der Nachkriegszeit Japans, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Er starb am 25. Dezember 2025 in seinem Zuhause in Los Angeles.
- Frühe Jahre in Japan
- Einstieg in das Arcade-Geschäft
- Entstehung von Sega Enterprises
- Frühe Erfolge mit Periscope
- Aufstieg zum globalen Spielehersteller
- Sega of America und spätere Jahre
- Vermächtnis
- FAQ
Frühe Jahre in Japan
Rosen war ehemaliger Angehöriger der US-Luftwaffe und während der Nachkriegszeit in Japan und Fernost stationiert.
Nach dem Ende seines Militärdienstes im Jahr 1952 blieb er im Land. Zunächst gründete er Rosen Enterprises, ein Unternehmen, das japanische Kunst in den USA vertrieb. Parallel baute er mit Fotoautomaten unter dem Namen Photorama ein erfolgreiches Geschäft auf.
Einstieg in das Arcade-Geschäft
Ab 1957 verlagerte Rosen den Schwerpunkt seines Unternehmens auf den Import von münzbetriebenen Unterhaltungsautomaten nach Japan.
Das Geschäft erwies sich als lukrativ. In kurzer Zeit entstanden eigene Spielhallen im ganzen Land. Rosen berichtete später, dass sich die Automaten sofort großer Beliebtheit erfreuten und in zahlreichen japanischen Städten vertreten waren.
Entstehung von Sega Enterprises
1965 kam es zur Fusion von Rosen Enterprises mit Nihon Goraku Bussan. Das Unternehmen nutzte bereits den Markennamen Sega, abgeleitet von „Service Games Japan“. Nach der Zusammenlegung firmierte das Unternehmen als Sega Enterprises. Rosen übernahm die Rolle des CEO und Präsidenten.
Frühe Erfolge mit Periscope
Unter Rosens Führung veröffentlichte Sega 1966 mit Periscope sein erstes eigenes Spiel. Dabei handelte es sich um einen mechanischen Arcade-Automaten, bei dem Spieler durch ein U-Boot-Periskop Ziele anvisierten.
Das Spiel wurde ein internationaler Erfolg und legte den Grundstein für Segas Exportgeschäft. Es setzte auf damals neuartige Effekte wie Sound und visuelle Inszenierung.
Aufstieg zum globalen Spielehersteller
In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde Rosen zu einem der bekanntesten Gesichter des Unternehmens. Sega entwickelte sich zu einem der größten Arcade-Hersteller Japans. Der Einstieg in den Heimkonsolenmarkt folgte 1983 mit der Veröffentlichung der SG-1000.
Sega of America und spätere Jahre
1984 war Rosen gemeinsam mit Hayao Nakayama an der Rückübernahme der japanischen Sega-Assets beteiligt. Während Nakayama Sega Japan leitete, gründete Rosen Sega of America in Los Angeles und übernahm den Vorsitz. In dieser Zeit begleitete er unter anderem die erfolgreiche Markteinführung des Mega Drive in den USA. Bis 1996 blieb Rosen zudem Direktor von Sega Japan.
Vermächtnis
Rosen betonte mehrfach die technologische Stärke Segas, die aus dem Arcade-Geschäft hervorging und den Übergang zu Videospielen ermöglichte. Seine Rolle gilt als zentral für den Aufbau eines der einflussreichsten Unternehmen der Spieleindustrie.
FAQ
Ein Mitbegründer von Sega und langjähriger Manager des Unternehmens.
Am 25. Dezember 2025.
Er wurde 95 Jahre alt.
Er war CEO, Präsident und später Chairman von Sega of America.
Rosen Enterprises, gegründet nach seinem Militärdienst.
Der Arcade-Automat Periscope aus dem Jahr 1966.
1983 mit der SG-1000.
Er trat 1996 als Direktor von Sega Japan zurück.
Veröffentlicht: 5. Januar 2026 19:59 Uhr