Sharkmob
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Sharkmob bestätigt geplante Entlassungen

Tencent-Tochter Sharkmob muss erneut Personal abbauen. Dieses Mal trifft es das Studio in Malmö – ein Jahr nachdem in London bereits ein Großteil des Teams gehen musste. Die Meldung zieht sich wie ein Schatten durch eine Branche, die seit Monaten versucht, zwischen ambitionierten Projekten und wirtschaftlicher Realität die Balance zu halten.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein weiterer Einschnitt für das Studio
  2. Ein Muster, das sich wiederholt
  3. Was das für Exoborne bedeutet

Ein weiterer Einschnitt für das Studio

Gegenüber GamesIndustry hat Sharkmob bestätigt, dass ein Teil der Belegschaft das Unternehmen verlassen muss. Die Formulierung ist vorsichtig, aber eindeutig: „geplante Änderungen an der Organisationsstruktur“ und ein „herausforderndes Umfeld für Entwickler“ seien der Grund. Dass es die Mitarbeitenden trifft, ist bitter, auch wenn das Studio betont, man wolle damit Klarheit schaffen und den Kurs schärfen.

Sharkmob knüpft die Entscheidung eng an die Zukunft von Exoborne, ihrem Sci-Fi-Extraction-Shooter, der seit seiner Ankündigung immer wieder neugierige Blicke auf sich zieht. Interne Playtests liefen gut, die Resonanz war positiv – aber wie es nach den Entlassungen weitergeht, bleibt vorerst offen.

Ein Muster, das sich wiederholt

Die Stimmung ist nicht neu. Schon im Vorjahr entließ Sharkmob nahezu das komplette Londoner Team und stellte ein noch unangekündigtes Projekt ein. Damals versicherte Tencent, man stehe weiter hinter dem Studio und insbesondere hinter Exoborne. Jetzt stellt sich die Frage, wie viel von diesem Rückhalt noch spürbar bleibt, wenn gleichzeitig Teams verkleinert werden müssen.

Auch außerhalb der Entwicklungsräume wird geschnitten. Die Server von Vampire: The Masquerade – Bloodhunt gehen im kommenden Frühjahr offline – nur vier Jahre nach Release. Bis Ende April bleibt der Battle-Royale-Ableger noch spielbar, danach verschwindet er still aus PC und PlayStation-Bibliotheken.

Was das für Exoborne bedeutet

Durch die Entlassungen rückt Exoborne stärker denn je ins Zentrum. Sharkmob spricht von Fokussierung, von „nachhaltigem Wachstum“, von Effizienz. Zwischen den Zeilen liest es sich wie ein Studio, das alles auf ein Projekt setzt, das funktionieren muss. Für Fans heißt das: Geduld – und die Hoffnung, dass der gute Eindruck der bisherigen Tests nicht unter dem Druck der nächsten Monate verschwindet.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️