Square Enix
Square Enix

Square Enix kündigt Entlassungen in westlichen Studios an

Bei Square Enix weht erneut ein rauer Wind. In einem internen Meeting am Donnerstag bestätigte Präsident Takashi Kiryu, dass das Unternehmen einen groß angelegten Stellenabbau außerhalb Japans plant. Unter dem Stichwort „overseas structural reform“ sollen die westlichen Geschäftsbereiche verschlankt und agiler aufgestellt werden. Das ist ein Schritt, der zahlreiche Mitarbeiter:innen in Europa und Nordamerika betrifft.

Strukturreform mit harten Folgen

Laut VGC-Informationen sind die Kürzungen Teil einer grundlegenden Umstrukturierung des internationalen Publishing-Geschäfts. Kiryu sprach in einem Videocall von einer „fundamentalen Neuausrichtung“, die alle Bereiche von Marketing über IT bis hin zu QA, Sales und Business Planning betreffe. Die betroffenen Mitarbeiter:innen wurden am selben Tag informiert.

Allein im Londoner Büro sollen fast 140 Personen auf der Streichliste stehen. Darunter fallen komplette Teams wie Square Enix Collective, das Studio-Partnerprogramm für Indie-Entwickler, sowie Brand-Marketing- und Community-Teams. In Großbritannien gilt eine gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsphase, bevor Entlassungen endgültig werden, doch die Richtung scheint klar: Square Enix will international Kosten senken und die Strukturen zentralisieren.

Sparziel und Kritik an der bisherigen Reform

Das Ziel der neuen Maßnahme ist ehrgeizig: Laut internen Schätzungen will der Publisher jährlich rund drei Milliarden Yen – knapp 20 Millionen Dollar – einsparen. Kiryu gab zu, dass die vorherige Restrukturierung im Ausland „nicht den gewünschten Effekt“ hatte. Nun soll ein neuer, strengerer Kurs folgen, bei dem die verbleibenden Teams mehr Präsenzzeit im Büro verbringen müssen.

Die Ankündigung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt: Erst am selben Tag hatte Square Enix Pläne bekannt gegeben, in den kommenden Jahren rund 70 Prozent der QA- und Debugging-Arbeiten an generative KI zu übergeben. Für viele Angestellte wirkte das wie ein bitteres Signal – Rationalisierung und Automatisierung gleichzeitig.

In der Belegschaft wächst die Sorge, dass die westlichen Standorte weiter an Bedeutung verlieren könnten. Was von außen nach Effizienz aussieht, fühlt sich für viele nach einem Rückzug an.


The Escapist wird von unseren Lesern unterstützt. Wenn jemand über Links auf unserer Website Geld einsetzt, dann erhalten wir möglicherweise eine kleine Affiliate-Provision. Erfahren Sie mehr in unseren Affiliate-Richtlinien.
Author
Image of Linda Güster
Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️