Beim schwedischen Entwickler Starbreeze Studios soll es zu einer weiteren Runde von Entlassungen gekommen sein. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht, doch mehrere Mitarbeitende haben sich in den vergangenen Tagen öffentlich zu Wort gemeldet und von Kündigungen am Standort Stockholm berichtet.
- Stimmen aus dem Studio zeichnen ein klares Bild
- Kürzungen reihen sich in schwieriges Jahr ein
- Umbruch auf mehreren Ebenen
Die Hinweise tauchten am 21. Januar auf, nachdem mehrere ehemalige Angestellte ihre Jobsuche über LinkedIn bekannt gemacht hatten. Wie viele Stellen konkret betroffen sind, bleibt offen. Starbreeze selbst hat sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert.
Stimmen aus dem Studio zeichnen ein klares Bild
Unter den Betroffenen ist unter anderem Senior Tech Producer Sabina af Jochnick, deren Rolle laut eigener Aussage im Zuge der jüngsten Umstrukturierungen als „redundant“ eingestuft wurde. Auch QA-Mitarbeiter Alexander Pereswetoff-Morath schrieb, dass „viele von uns bei Starbreeze Stockholm heute traurige Nachrichten erhalten haben“ und er sich nun nach einer neuen Position umsehe. Für ihn endet damit eine mehr als siebenjährige Zeit im Studio.
Ähnliche Beiträge kamen von weiteren Entwickler:innen, darunter Gameplay-Programmierer Kim Sjöberg und Sounddesigner Mark Trusov. Gemeinsam zeichnen die Posts das Bild einer breit angelegten Maßnahme, auch wenn das genaue Ausmaß bislang unklar bleibt.
Kürzungen reihen sich in schwieriges Jahr ein
Die mutmaßlich neuen Entlassungen kommen nicht überraschend. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte Starbreeze 44 Mitarbeitende entlassen und zugleich das Dungeons-&-Dragons-Projekt „Project Baxter“ eingestellt. Damals begründete das Unternehmen die Entscheidung mit der Notwendigkeit, den Fokus wieder stärker auf das Payday-Franchise zu legen.
Auslöser waren unter anderem die schwächeren als erwarteten Verkaufszahlen und die geringe Spielerbindung von Payday 3, die Starbreeze selbst als „deutlich unter unseren Erwartungen“ bezeichnete.
Umbruch auf mehreren Ebenen
Parallel zu den personellen Einschnitten hat sich Starbreeze zuletzt auch strukturell neu aufgestellt. Mit Adolf Kristjansson als CEO und Jonas Skantz als General Manager der Payday-Reihe holte das Studio erfahrene Branchenveteranen ins Management. Die erneuten Berichte über Entlassungen zeigen jedoch, dass der angekündigte Neustart weiterhin von harten Einschnitten begleitet wird.
Ob und wann Starbreeze die aktuellen Berichte offiziell bestätigt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Für das Studio und seine Mitarbeitenden setzt sich eine Phase der Unsicherheit fort.
Veröffentlicht: 24. Januar 2026 20:35 Uhr