Es ist eine dieser Demos, bei denen man nach wenigen Minuten merkt, dass hier niemand nervös geworden ist. Styx: Blades of Greed will nichts erklären, nichts verkaufen, nichts beschönigen. Die kostenlose Anspielversion auf Steam wirft dich direkt rein und lässt dich selbst herausfinden, ob du bereit bist, wieder langsam zu denken, zu beobachten und Fehler auszubügeln, die ganz allein deine waren. Genau so, wie es sich für Styx gehört.
- Kein sanfter Einstieg, sondern sofort Druck
- Stealth heißt hier wieder selbst denken
- Styx bleibt Styx, aber fühlt sich runder an
- Ein ruhiger Vorgeschmack auf ein kompromissloses Spiel
Die Demo umfasst etwa die erste Stunde des Spiels, der Spielfortschritt lässt sich später in die Vollversion übernehmen. Entwickelt von Cyanide Studio und veröffentlicht von NACON, erscheint der dritte Teil der Reihe im Februar für PC und Konsolen.
Kein sanfter Einstieg, sondern sofort Druck
Der Auftakt ist alles andere als freundlich. Styx wird von einem riesigen Golem attackiert, ohne Tutorial-Geländer, ohne Schonfrist. Danach verschlägt es ihn nach The Wall, ein Gebiet, das sehr bewusst als Spielwiese für Stealth gedacht ist. Ziel ist es, Captain Irving zu finden, einen Zwerg, der als einziger einen Zeppelin in dieser Region steuern kann. Bewacht wird er von der Inquisition, und damit ist klar, dass offenes Vorgehen hier eher eine schlechte Idee ist.
Was die Demo gut macht, ist ihr Vertrauen in die Spieler:innen. Es gibt keine auffälligen Hinweise, keine vorgeschriebenen Wege. Wer ungeduldig wird, wird bestraft. Wer sich Zeit nimmt, bekommt Optionen. Und zwar viele.
Stealth heißt hier wieder selbst denken
Blades of Greed fühlt sich wie eine bewusste Rückbesinnung an. Schleichen ist kein Mittel zum Zweck, sondern das eigentliche Spiel. Gegner beobachten, Laufwege lesen, Licht und Höhe nutzen, Ablenkungen clever setzen. Alles greift ineinander, ohne dass das Spiel je das Gefühl vermittelt, man hätte etwas falsch gespielt, nur weil man anders vorgeht als vorgesehen.
Besonders auffällig ist die stärkere Vertikalität. Neue Werkzeuge wie Enterhaken und Gleiter öffnen die Level nach oben und unten. Dächer, Vorsprünge und Schächte werden zu echten Alternativen, nicht nur zu optionalen Abkürzungen. Wer erkundet, wird belohnt. Wer rennt, stolpert.
Styx bleibt Styx, aber fühlt sich runder an
Der Goblin selbst ist weiterhin zynisch, bissig und unangenehm ehrlich. Gleichzeitig wirkt Blades of Greed insgesamt kontrollierter als seine Vorgänger. Bewegungen greifen sauberer ineinander, Level sind besser lesbar und Entscheidungen fühlen sich weniger hakelig an. Es ist immer noch kein bequemes Spiel, aber eines, das weiß, wann es loslassen muss.
Die Demo nutzt keine abgespeckten Systeme. Alle Fähigkeiten und Werkzeuge, die hier verfügbar sind, tauchen auch im finalen Spiel auf. Das macht diese Stunde ehrlich. Man weiß danach ziemlich genau, worauf man sich einlässt.
Ein ruhiger Vorgeschmack auf ein kompromissloses Spiel
Styx: Blades of Greed wird im Februar erscheinen und diese Demo macht keinen Hehl daraus, für wen das Spiel gedacht ist. Für Leute, die lieber scheitern als geführt werden. Für Spieler:innen, die Freude daran haben, ihre eigenen Lösungen zu bauen. Und für alle, die Stealth nicht als Checkliste, sondern als Haltung verstehen.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:29 Uhr