Super Smash Bros. für Nintendo 64 war einer der gefragtesten Titel auf der alten Konsole. Doch auch nach über 25 gibt es noch einie Dinge, die Spieler überraschen. Nun ist ans Tageslicht gekommen, dass ein raffiniertes Anti-Piraterie-System vorhanden ist, das jedoch erst nach vielen Stunden des Spielens aktiviert wird.
- Wenn plötzlich jeder nur noch Mario ist
- Weitere versteckte Sabotageeffekte
- Auch Originalspieler konnten betroffen sein
- Ein cleveres Stück Videospielgeschichte
- FAQ zu Super Smash Bros. 64 und dem Anti-Piraterie-Trick
Laut den Recherchen einiger Szeneseiten verhielten sich Raubkopien zunächst vollkommen normal. Erst nach zahlreichen Sitzungen begann das Spiel, sich schrittweise gegen seine Besitzer zu wenden und so Raubkopierer in die Irre zu führen.
Wenn plötzlich jeder nur noch Mario ist
Nach dem 69. Spielstart schlug der Kopierschutz am auffälligsten zu. Ganz gleich, welcher Charakter gewählt wurde, alle Kämpfer verwandelten sich in Mario. Wer wieder normal spielen wollte, musste den gesamten Speicherstand löschen. Ein drastischer Schritt, der sicherstellen sollte, dass Piraten ihren Fortschritt verlieren.
Weitere versteckte Sabotageeffekte
Doch vor dem großen Mario-Lockout kamen einige subtile Manipulationen ans Tageslicht, mit denen man vorher nicht gerechnet hätte. Nach rund 22 Versus-Matches änderten sich die Rückstoßwerte der Angriffe zufällig und machten Matches unberechenbar.
Nach etwa 43 Einzelspieler-Sitzungen wurde der Bewegungsradius des Control Sticks halbiert, was präzise Eingaben kaum noch zuließ. Schließlich, nach ungefähr 93 Versus-Matches, ließ sich nur noch Peach’s Castle als Arena wählen, alle anderen Stages waren blockiert.
Auch Originalspieler konnten betroffen sein
Bemerkenswert ist, dass sogar manche Besitzer legitimer Module über das sogenannte Mario-Lockout-Problem berichteten. In den meisten Fällen nutzten diese Spieler GameShark-Cheatgeräte, die unabsichtlich dieselben Speicherveränderungen auslösten, die der Kopierschutz abfragte. So traf der Mechanismus auch unschuldige Nutzer, die lediglich experimentieren wollten.
Ein cleveres Stück Videospielgeschichte
Die Entdeckung zeigt, wie einfallsreich Nintendo bereits Ende der 1990er-Jahre gegen Raubkopien vorging. Super Smash Bros. 64, erschienen 1999, begründete eine der erfolgreichsten Fighting-Game-Reihen überhaupt. Super Smash Bros. zeigt einmal mehr, dass das Spiel bereits nach seiner Startphase seiner Zeit voraus war.
Nintendo dachte schon damals an den geheimen Kopierschutz. Erst nach 25 Jahren kam somit ein weiteres Detail in der großartigen Geschichte des Spiels ans Tageslicht. Wer weiß, ob sich in nacher Zukunft noch weitere versteckte Details des Spiels zeigen werden. Wir halten euch in jedem Fall auf dem Laufenden.
FAQ zu Super Smash Bros. 64 und dem Anti-Piraterie-Trick
Nach vielen Spielstarts verwandelten sich alle Charaktere automatisch in Mario, zudem traten weitere Spielstörungen auf.
Der Kopierschutz erscheint erst ab dem 69. Start. Erst dann werden alle Kämpfer im Spiel zu Super Mario. Vorher tat sich hingegen absolut nichts.
Nur durch das Löschen des Speicherstands lassen sich der Mario-Lockout und die anderen Störungen beenden.
Teilweise gab es bei der Nutzung von Cheatgeräten wie dem GameShark Probleme, sodass der Kopierschutz plötzlich aktiviert wurde.
Raubkopierer sollten hierdurch getäuscht werden. Sie sollten in den Glauben versetzt werden, dass das Spiel fehlerfrei lief, bevor es dann unspielbar wurde.
Veröffentlicht: 19. September 2025 09:22 Uhr