Manchmal fühlt sich ein Abgang weniger wie ein normaler Karriereschritt an und mehr wie ein Signal. Julian Gerighty, Executive Producer von The Division, verlässt Ubisoft und damit auch Massive Entertainment – ausgerechnet wenige Tage nachdem der Konzern angekündigt hat, dass „organisatorische Veränderungen“ bis zu 55 Stellen bei Massive und Ubisoft Stockholm betreffen könnten.
- Ein Wechsel mit Timing
- Ein bekanntes Gesicht der Serie
- Zwischen Kontinuität und Umbruch
Gerighty selbst verkündete seinen Abschied auf Social Media. Es sei Zeit, den „Go Bag“ an den Nagel zu hängen, schrieb er, während er sich auf „ein neues großes Abenteuer“ vorbereite. Gleichzeitig betonte er, dass die Zukunft von The Division weiterhin hell brenne – und dass die Teams noch einiges in der Hinterhand hätten.
Ein Wechsel mit Timing
Kurz darauf bestätigte Massive den Abgang offiziell. Gerighty wechselt zu Battlefield Studios, das Netzwerk hinter der Battlefield-Reihe, und wird damit Teil des Umfelds von DICE. Welche Rolle er dort konkret übernimmt, ist bislang offen.
In der Abschiedsnachricht des Studios schwingt viel Respekt mit. Man werde ihn vermissen, heißt es, aber sein Einfluss werde bei Massive weiterleben. Gleichzeitig machte das Team klar, dass sich an den Plänen für die Reihe nichts geändert habe. The Division 2, der neue Survivors-Modus, The Division Resurgence und auch The Division 3 seien weiterhin fest in Arbeit.
Ein bekanntes Gesicht der Serie
Gerighty ist kein Name, der erst gestern aufgetaucht ist. Er kam bereits 1999 zu Ubisoft, wechselte 2014 zu Massive und prägte The Division von Beginn an – erst als Creative Director, später als Executive Producer. Zwischenzeitlich war er auch als Creative Director für Star Wars Outlaws tätig, bevor er wieder voll zur Division zurückkehrte.
Noch vor wenigen Tagen stand Gerighty beim New Game+ Showcase auf der Bühne und sprach über den nächsten Teil der Reihe. The Division 3 sei in Produktion, sagte er, und forme sich zu „einem Monster“. Mehr wollte – oder konnte – er nicht verraten, betonte aber, dass im Studio mit enormem Einsatz an etwas gearbeitet werde, das eine ähnliche Wirkung entfalten solle wie der erste Teil.
Zwischen Kontinuität und Umbruch
Der Zeitpunkt seines Abgangs wirkt dennoch schwer zufällig. Massive steckt mitten in einer Phase, in der Umstrukturierungen, freiwillige Abfindungsprogramme und mögliche Entlassungen die Schlagzeilen bestimmen. Ubisoft betont zwar, dass die geplanten Veränderungen strukturell seien und nichts mit individueller Leistung zu tun hätten, doch für Außenstehende wirkt das Umfeld alles andere als ruhig.
Für The Division bedeutet Gerightys Abschied einen Einschnitt, aber keinen Stillstand. Die Teams bleiben, die Projekte laufen weiter, und das große Versprechen von Division 3 steht weiterhin im Raum. Ob der Wechsel zu Battlefield Studios für Gerighty ein Neuanfang oder der nächste logische Schritt ist, wird sich zeigen. Klar ist nur: Diese Personalie fügt sich nahtlos in ein Jahr ein, in dem sich bei Ubisoft auffällig viele Dinge gleichzeitig bewegen.
Veröffentlicht: 21. Januar 2026 03:29 Uhr