„Sul Sul“ und frohes neues Jahr – mit genau diesen Worten meldet sich das Team hinter The Sims zum Jahresauftakt zu Wort. Und es ist kein Zufall, dass sie nicht mit Features, Roadmaps oder neuen DLCs beginnen, sondern mit einer klaren Botschaft: Die Werte von The Sims seien unverändert.
- „More than a game“ – und genau deshalb sensibel
- Mehr Sims, nicht ein Ersatz
- Singleplayer bleibt das Fundament
- Project Rene ist etwas anderes – bewusst
- Testen, verwerfen, neu denken
- Am Ende geht es um Vertrauen
Nach der Übernahme von Electronic Arts durch den saudischen Public Investment Fund war genau das die Frage, die vielen Spieler:innen unter den Nägeln brannte. In dem jetzt veröffentlichten Statement versucht das Team, diese Sorge frontal aufzugreifen – und gleichzeitig einen Blick darauf zu werfen, wie sich The Sims als Marke weiterentwickeln soll.
„More than a game“ – und genau deshalb sensibel
The Sims war schon immer mehr als nur ein Lebenssimulator. Das betont das Team gleich zu Beginn und trifft damit einen Nerv. Für viele Spieler:innen ist das Spiel seit Jahrzehnten ein Ort, an dem Identität ausprobiert, Geschichten erzählt und Chaos zugelassen wird, ohne bewertet zu werden.
Genau deshalb werden die fünf Kernwerte – Inklusivität, Wahlfreiheit, Kreativität, Community und Spiel – so stark in den Vordergrund gerückt. Die Entwickler:innen betonen mehrfach, dass die kreative Kontrolle des Sims-Teams unverändert geblieben sei und dass diese Werte weiterhin jede Entscheidung prägen sollen. Nicht nur heute, sondern auch mit Blick auf alles, was noch kommt.
Mehr Sims, nicht ein Ersatz
Spannend wird es dort, wo das Team über die Zukunft spricht. Statt eines klaren „The Sims 5“-Moments zeichnet sich ein breiterer Ansatz ab. The Sims soll künftig aus mehreren eigenständigen Erfahrungen bestehen – über PC, Konsole und Mobile hinweg.
Die Idee dahinter klingt bewusst offen: verschiedene Sims-Erlebnisse, die jeweils für sich stehen, aber gemeinsam ein größeres Ganzes bilden. Nicht jede Spieler:in soll gleich spielen müssen, sondern so, wie es für sie passt – ob Storytelling, Bauen oder das klassische Chaos freier Willensentscheidungen.
Singleplayer bleibt das Fundament
Eine der wichtigsten Aussagen richtet sich direkt an langjährige Fans: The Sims bleibt eine Singleplayer-Lebenssimulation. Dieser Kern wird nicht aufgegeben.
The Sims 4 soll weiterhin Inhalte und Verbesserungen erhalten, und ein großer Teil des globalen Entwicklerteams arbeitet laut eigener Aussage sowohl an der Gegenwart als auch an der nächsten Evolution der klassischen Sims-Erfahrung. Mehr Details dazu sollen in den kommenden Monaten folgen, aber die Botschaft ist klar: Der Solo-Lebenssimulator ist kein Auslaufmodell.
Project Rene ist etwas anderes – bewusst
Auch zu Project Rene gibt es Klarheit. Das Projekt wird nun offiziell als sozialer, kollaborativer, mobile-first Life-Sim eingeordnet. Wichtig dabei: Es ist kein Nachfolger von The Sims 4.
Stattdessen versteht das Team Project Rene als eigenständige Erfahrung innerhalb der wachsenden Sims-Familie. Ein Spiel für Menschen, die gemeinsam kreativ sein wollen, direkter, sozialer, vernetzter – ohne den klassischen Singleplayer-Strang zu ersetzen.
Testen, verwerfen, neu denken
Für das kommende Jahr kündigt das Team außerdem umfangreiche Playtests an. Über The Sims Labs und begrenzte Tests sollen Spieler:innen früh mit Prototypen, Ideen und Experimenten in Berührung kommen. Manche Konzepte werden wachsen, andere verschwinden wieder. Auch das gehört laut den Entwickler:innen zum Prozess – gemeinsam herauszufinden, wo der Spaß wirklich liegt.
Am Ende geht es um Vertrauen
Zwischen all den Ankündigungen schwingt eine Ebene mit, die unausgesprochen bleibt, aber deutlich spürbar ist: Vertrauen. The Sims weiß, wie viel emotionale Bindung in dieser Marke steckt – und wie sensibel Veränderungen wahrgenommen werden.
Das Statement versucht weniger zu überzeugen als zu beruhigen. Es sagt nicht: Alles wird neu. Sondern eher: Das Herz bleibt gleich, auch wenn sich die Form verändert. Ob diese Worte langfristig tragen, wird sich zeigen. Aber für den Moment ist klar, dass The Sims sehr genau weiß, warum diese Zusicherung überhaupt nötig war.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:29 Uhr