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Ubisoft beerdigt Prince of Persia Remake und fünf weitere Spiele

Ubisoft hat eine radikale Reorganisation angekündigt. Im Zuge des sogenannten „Creative-Houses-Resets“ werden sechs Spiele – darunter das lang verschleppte Prince of Persia: The Sands of Time Remake – endgültig eingestellt.

Inhaltsverzeichnis
  1. Der Prinz fällt zuerst
  2. Fünf Häuser, viele Türen zu
  3. Sieben Projekte im Warteschleifen-Modus
  4. Zwischen Kündigungsangst und Galgenhumor
  5. Zu viele Häuser, zu wenig Prinzen

Gleichzeitig verschiebt der Publisher sieben weitere Titel, schließt Studios in Halifax und Stockholm und ordnet sich in fünf kreative Häuser neu. Der Schritt sorgt für Empörung bei Fans und Betroffenen.

Der Prinz fällt zuerst

Das größte Opfer des Resets ist das Remake von Prince of Persia: Sands of Time, das seit Jahren in der Schwebe hing. Ubisoft bestätigt, dass die Neuauflage zusammen mit fünf weiteren Projekten gestrichen wird.

Welche anderen Titel betroffen sind, bleibt offen; Spekulationen reichen von kleineren Free-to-Play-Experimenten bis hin zu bislang unangekündigten Spielen.

Auf einen Blick

  • Cancelled: Sechs Spiele, darunter das Sands-of-Time-Remake
  • Verschoben: Sieben weitere Projekte
  • Studios: Schließungen in Halifax und Stockholm; Stellenabbau
  • Struktur: Umorganisation in fünf „Creative Houses“
  • Begründung: CEO Yves Guillemot will Fokus und Effizienz

Fünf Häuser, viele Türen zu

Um Ressourcen effizienter zu nutzen, teilt Ubisoft seine Studios künftig in fünf sogenannte Creative Houses auf. Jede Einheit soll sich auf bestimmte Genres und Marken konzentrieren. Gleichzeitig schließt Ubisoft seine Niederlassungen in Halifax und Stockholm, was Entlassungen nach sich zieht.

CEO Yves Guillemot begründet den Schritt mit dem Ziel, eine fokussiertere Organisation aufzubauen. Kritiker sehen darin vor allem eine Sparmaßnahme. Die Umstrukturierung erinnert an ähnliche Reorganisationen bei Electronic Arts und Square Enix.

Sieben Projekte im Warteschleifen-Modus

Neben den Streichungen verschiebt Ubisoft sieben laufende Projekte. Konkrete Titel nennt das Unternehmen nicht, Branchenbeobachter vermuten darunter Assassin’s Creed Hexe, Star Wars Outlaws und mehrere Live-Service-Ansätze.

Viele dieser Projekte könnten nun erst 2027 oder später erscheinen. Ubisoft verspricht, die zusätzliche Entwicklungszeit für Qualität und Innovation zu nutzen.

Ob die Spielerschaft diese Geduld aufbringt, bleibt fraglich – lange Entwicklungszeiten führten in der Vergangenheit nicht selten zu inhaltlicher Stagnation.

Zwischen Kündigungsangst und Galgenhumor

Die Reaktionen reichen von vorsichtigem Verständnis bis offener Empörung. Entwickler äußern sich anonym über mangelnde Transparenz und die Sorge vor weiteren Entlassungen. Fans trauern besonders um das Sands of Time Remake, dessen jahrelanger Running Gag nun bittere Realität ist.

Gleichzeitig hoffen einige, dass Ubisoft mit klarerem Fokus wieder kreative Höhen erreicht. Doch die Liste der gestrichenen Projekte wirft Fragen auf: Wie viele Ideen verschwinden dauerhaft? Und was bedeutet der Kurswechsel für das Live-Service-Portfolio?

Zu viele Häuser, zu wenig Prinzen

Ubisoft will effizienter werden und legt dafür die Axt an liebgewonnene Projekte. Ob dieser Kahlschlag kreative Blüten treibt oder nur verbrannte Erde hinterlässt, wird sich zeigen.

Sicher ist nur: Der Reset hat seinen Preis. Und der persische Prinz war nicht der Einzige, der ihn zahlt.


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Author
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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.