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Warum GOG und Michał Kiciński enger zusammenrücken

Es gibt Spiele, die uns geprägt haben. Nicht, weil sie perfekt waren, sondern weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort passiert sind. Genau diese Spiele verschwinden oft zuerst. Rechte verlaufen im Sand, alte Builds gehen verloren, neue Betriebssysteme machen Ärger. Aus „Ich spiel das heute Abend“ wird „Irgendwann mal“. Und irgendwann stirbt ein Spiel leise.

Inhaltsverzeichnis
  1. Eine alte Idee, die heute wieder brennt
  2. Was sich für Spielerinnen und Spieler ändert – und was nicht
  3. Unabhängig bleiben, lauter werden

Genau hier setzt GOG an. Und genau deshalb beginnt jetzt ein neues Kapitel gemeinsam mit Mitgründer Michał Kiciński. Die Idee dahinter ist nicht neu, aber dringender denn je: Spiele sollen auffindbar bleiben, spielbar bleiben und den Menschen gehören, die sie kaufen.

Eine alte Idee, die heute wieder brennt

Als GOG 2007 von Marcin Iwiński und Michał Kiciński ins Leben gerufen wurde, war die Vision radikal simpel. Klassiker zurückbringen und sicherstellen, dass ein gekauftes Spiel wirklich deins ist. Kein Zwangs-Launcher, kein Online-Zwang, kein Ablaufdatum. In einer Branche, die immer stärker auf geschlossene Ökosysteme setzt, fühlt sich dieser Ansatz inzwischen fast subversiv an.

Kiciński bringt es selbst auf den Punkt, wenn er sagt, dass GOG für Freiheit, Unabhängigkeit und echte Kontrolle steht. Genau daran soll jetzt weitergebaut werden. Mehr Bewahrung der Vergangenheit, mehr Wertschätzung für besondere Spiele der Gegenwart und Raum für neue Titel, die bewusst an alte Tugenden anknüpfen.

Was sich für Spielerinnen und Spieler ändert – und was nicht

Das Wichtigste zuerst: DRM-frei bleibt das Herzstück von GOG. Deine Bibliothek bleibt deine Bibliothek. Offline-Installer, Besitzgefühl, Kontrolle – alles wie gehabt. Auch GOG Galaxy bleibt optional, nicht verpflichtend. Deine Daten bleiben bei GOG.

Die Verbindung zu CD PROJEKT bleibt ebenfalls bestehen. Spiele von CD PROJEKT RED werden weiterhin auf GOG erhältlich sein, inklusive kommender Titel. Das ist kein Bruch, sondern Kontinuität.

Wenn du GOG Patron bist oder das Preservation Program unterstützt, fließt dieses Geld auch künftig direkt in die Arbeit von GOG. Die Unterstützung aus der Community hat viel möglich gemacht, und sie soll künftig noch größere Rettungsaktionen erlauben. Mehr dazu will GOG im Laufe des kommenden Jahres teilen.

Unabhängig bleiben, lauter werden

GOG bleibt unabhängig in seinem operativen Geschäft. Der Anspruch ist klar: eine Plattform bauen, die langlebig ist, nicht ausbeutet und fair mit Spieler:innen und Entwickler:innen umgeht. Besonders Indies sollen weiterhin eine Bühne bekommen, ohne sich verbiegen zu müssen.

Gleichzeitig will GOG der Community mehr Stimme geben. Neue Initiativen sind bereits geplant, um genau dieses Mitgestalten stärker zu verankern.

Viele Unternehmen verkaufen Spiele. Wenige kümmern sich darum, dass die Spiele, die Menschen geprägt haben, nicht langsam in Inkompatibilität und Vergessen verschwinden. Dieses neue Kapitel ist kein Neuanfang, sondern ein bewusstes Festhalten an genau dieser Mission.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️