Beim Moonshot Games, einem Studio unter dem Dach von Dreamhaven, ist es zu einer nicht näher bezifferten Runde von Entlassungen gekommen. Das Studio bestätigte die Kürzungen gegenüber Game Developer und begründete den Schritt mit wirtschaftlichen Zwängen rund um den weiteren Betrieb von Wildgate.
- Gute Resonanz, aber keine langfristige Perspektive
- Fokus bleibt auf kommenden Updates
- Dreamhaven unter Druck
Der Schritt kommt nur kurze Zeit nach einem öffentlichkeitswirksamen Auftritt des Spiels im Epic Games Store, wo Wildgate im Rahmen einer zeitlich begrenzten Gratisaktion viele neue Spieler:innen erreichte. An der grundsätzlichen Lage habe das jedoch nichts geändert.
Gute Resonanz, aber keine langfristige Perspektive
In einer Stellungnahme erklärte Dreamhaven, Wildgate sei sowohl bei neuen als auch bei zurückkehrenden Spieler:innen gut angekommen. Die Aktion habe zu steigenden Spielerzahlen und insgesamt positiver Stimmung geführt, reichte jedoch nicht aus, um die bisherige Teamgröße dauerhaft zu tragen.
Man habe sich deshalb zu dem „schwierigen Schritt“ entschlossen, Rollen im Team abzubauen, um die langfristige Arbeit am Spiel abzusichern. Ziel sei es, Wildgate weiterhin mit Updates zu versorgen, ohne das Studio strukturell zu überfordern.
Fokus bleibt auf kommenden Updates
Trotz der Einschnitte betont Dreamhaven, dass die Entwicklung von Wildgate fortgesetzt wird. Aktuell arbeite das Team an einem neuen Content-Update, das unter anderem zahlreiche Quality-of-Life-Verbesserungen mitbringen soll. Besonders häufig gewünscht wurde zuletzt ein Fortschrittssystem, dessen Einführung weiterhin geplant ist.
Der Ton der Stellungnahme macht deutlich: Wildgate wird nicht fallen gelassen, sondern in kleinerem Rahmen weiterentwickelt.
Dreamhaven unter Druck
Für Dreamhaven ist es nicht die erste schwierige Personalentscheidung. Das Unternehmen wurde von Mike Morhaime, dem früheren Präsidenten und Mitgründer von Blizzard Entertainment, ins Leben gerufen. Bereits zuvor hatte Dreamhaven Stellen abgebaut, damals vor allem im Publishing-Bereich.
Morhaime sprach in diesem Zusammenhang offen darüber, dass viele Studios derzeit mit ähnlichen Herausforderungen kämpfen. Gleichzeitig bekräftigte er, dass Dreamhaven weiterhin an seiner Grundidee festhalte: Spiele zu entwickeln, die Gemeinschaften zusammenbringen und langfristig tragen.
Die jüngsten Entlassungen bei Moonshot Games zeigen jedoch einmal mehr, wie fragil selbst gut angenommene Projekte aktuell sein können – selbst dann, wenn Reichweite und positives Feedback eigentlich stimmen.
Veröffentlicht: 24. Januar 2026 20:43 Uhr