Avowed erscheint am 17. Februar 2026 für PlayStation 5, exakt ein Jahr nach dem originalen Launch auf Xbox und PC. Obsidian Entertainment packt das Pillars-of-Eternity-Spinoff mit einem massiven Anniversary Update, das New Game+, Photo Mode und drei neue spielbare Rassen bringt.
- Ein Jahr Exklusivität kostet offenbar zu viel
- Indiana Jones und die große Sony-Wanderung
- Microsofts First-Party-Desaster in Zahlen
- Ein Jahr Beta-Test für drei neue Rassen
PS5-Spieler bekommen direkt die definitive Version, während Xbox-Besitzer ein Jahr lang Beta-Tester waren.
Auf einen Blick
- Avowed erscheint am 17. Februar 2026 für PlayStation 5
- Anniversary Update bringt New Game+, Photo Mode, neue Waffen und Rassen
- PS5-Version läuft wahrscheinlich mit PS5 Pro Enhancement
- Wikipedia vermerkt bereits: “Failed to meet sales expectations”
- Microsoft bringt mittlerweile fast alle First-Party-Titel zu Sony
Ein Jahr Exklusivität kostet offenbar zu viel
Avowed sollte 2025 das Xbox-Aushängeschild werden. Pillars-of-Eternity-Lore, Obsidian-Storytelling, flexibles Kampfsystem mit Magie und Knarren – auf dem Papier ein Systemseller. In der Realität: gemischte Reviews, unterdurchschnittliche Spielerzahlen, Wikipedia-Eintrag mit “failed to meet sales expectations”.
Jetzt landet das Spiel auf PS5, und zwar nicht als Late Port mit Bug-Ballast, sondern als polierte Anniversary Edition.
Das Update ist substanziell. New Game+ erlaubt Durchläufe mit vollständigem Gear, Photo Mode holt die Screenshot-Jäger ab, eine neue Waffengattung erweitert Build-Optionen.
Die drei neuen Rassen (neben Menschen und Elfen) ändern Hitboxen und Reichweite, für RPG-Fans ein echter Grund zum Neustart. PS5-Spieler greifen direkt auf diese Version zu, ohne die Launch-Probleme durchgestanden zu haben.
Indiana Jones und die große Sony-Wanderung
Phil Spencer sagte 2024, es gäbe keine “red lines” mehr für Platform-Ports. 2026 ist die Ansage Realität. Forza Horizon 5, Indiana Jones and the Great Circle, Senua’s Saga: Hellblade II, Sea of Thieves – alle auf PlayStation.
Später im Jahr kommt sogar Halo. Die Strategie heißt offiziell “timed exclusive”, faktisch ist Xbox ein Drittanbieter, der sich 12 Monate Vorlauf kauft.
Das Problem: Verkaufserwartungen. Avowed kostete Jahre Entwicklung, startete in einen leeren Xbox-Markt und scheiterte trotzdem. Der PS5-Port ist der Versuch, Geld zurückzuholen.
Dass das Update exakt auf den Jahrestag fällt, ist kein Zufall: Microsoft kann behaupten, die Exklusivität sei planmäßig ausgelaufen, statt zuzugeben, dass das Spiel gefloppt ist.
Obsidian poliert, während Bethesda zuschaut
Das Avowed-Update ist auch ein Seitenhieb auf Bethesdas Kampfsystem. Obsidian liefert präzises First-Person-Feedback mit Parries, Countern und Combo-Windows. Bethesda klebt seit Skyrim an schwebenden Schwertern und Sponge-Gegnern.
Technisch wird es noch peinlicher: Wenn die PS5-Version Pro Enhanced läuft, performt Avowed auf Sony-Hardware besser als auf Microsofts eigener Series X.
Die drei neuen Rassen (wahrscheinlich Aumaua, Orlan und Godlike aus Pillars-Lore) brechen die Launch-Beschränkung auf Menschen und Elfen. Die ursprüngliche Begründung: fokussierte Story. Die echte Begründung: Zeit- und Budget-Druck. Jetzt, wo das Spiel verkauft ist, kommen Features nach, die von Anfang an geplant waren.
Microsofts First-Party-Desaster in Zahlen
Avowed ist nur die jüngste Eskalation. 2025 und 2026 brachten Microsoft mehr Xbox-Spiele auf PlayStation als neue Games für die eigene Konsole. The Outer Worlds 2 erschien Day-and-Date auf beiden Plattformen. Doom: The Dark Ages kommt parallel. Fable wird spekuliert. Gears und Halo offiziell bestätigt. Die Frage ist nicht mehr “ob”, sondern “wann”.
Xbox-Fans sind gespalten. Einige feiern breitere Verfügbarkeit, andere sehen die Hardware-Strategie kollabieren. Xbox Series X|S verkauft sich schlecht, Game Pass wächst nicht mehr exponentiell, und First-Party-Studios liefern zu langsam.
Die Antwort: Alles auf Sony schieben und hoffen, dass Software-Verkäufe die Hardware-Verluste ausgleichen.
Ein Jahr Beta-Test für drei neue Rassen
Avowed auf PS5 ist der Beweis, dass Xbox-Exklusivität ein Jahr Vorlaufzeit wert ist – und nicht mehr. Microsoft baut keine Plattform mehr, sondern einen Verlag mit angeschlossener Konsole. Obsidian liefert ein solides RPG, das auf Xbox niemand wollte und auf PlayStation jetzt als “hidden gem” durchgehen kann.
Das Anniversary Update macht aus einem B-Tier-Launch ein respektables Paket. Und während Xbox-Spieler sich fragen, wofür sie eigentlich eine Series X gekauft haben, holt Sony die Lorbeeren ab. Ein Jahr Beta-Test für drei neue Rassen: Das tut weh.
Veröffentlicht: 16. Februar 2026 09:18 Uhr