Bildquelle: Carota Design / Yanko Design

Steam Deck 2 im Visier – Intel zielt mit Core G3 auf AMDs Handheld-Dominanz

Auf der CES 2026 hat Intel eine überraschende Wette auf portable Gaming-PCs abgegeben: Der neue Core G3 soll Handheld-Geräte wie Steam Deck 2 mit einer maßgeschneiderten System-on-Chip-Architektur antreiben.

Inhaltsverzeichnis
  1. Panther Lake im Taschenformat
  2. Mehr als Silizium: Intels Handheld-Ansatz
  3. Wenn AMD plötzlich reagieren muss
  4. Handheld-Zukunft: Silizium vs. Realität
  5. Der 77-Prozent-Moment

Das Unternehmen nutzt zum ersten Mal seine 18A-Fertigung und verspricht eine integrierte Arc B390 GPU, die 77 Prozent mehr Grafikleistung als der Vorgänger Lunar Lake liefert.

Intel zielt damit direkt auf AMDs dominierende Ryzen-Chips ab und möchte den Markt für handgroße Gaming-Geräte neu sortieren. Ob der Plan aufgeht, entscheidet sich in den kommenden Monaten.

Auf einen Blick

  • Neuer Chip: Core G3 basiert auf der Panther-Lake-Architektur und wird speziell für Handheld-Gaming-PCs entwickelt.
  • Fertigungsprozess: Erster 18A-Prozess von Intel; verspricht höhere Effizienz und bessere Wärmeableitung.
  • Grafikleistung: Die integrierte Arc B390 GPU liefert bis zu 77 % mehr Gaming-Leistung als die Vorgänger und laut Intel 73 % mehr als AMDs RDNA-3.5-Grafik.
  • Partner: Intel arbeitet mit Herstellern wie MSI, Acer und Microsoft zusammen; erste Geräte sollen 2026 erscheinen.
  • Besonderes Feature: XeSS 3 Upscaling mit vierfacher Multi-Frame-Generation und ein eigenes Betriebssystem für Handheld-Geräte.

Panther Lake im Taschenformat

Intel hat bereits versucht, im mobilen Gaming-Segment Fuß zu fassen, doch diesmal soll es ernst werden. Der Core G3 vereint CPU, Grafik und Speicher in einem kompakten SoC. Im Gegensatz zu klassischen Laptop-Chips wurde jede Komponente für den Dauerbetrieb in engen Gehäusen optimiert.

Die 18A-Transistoren erlauben enger gepackte Strukturen, wodurch Hitze schneller abgeführt werden kann. Laut Herstellerangaben bietet der neue Arc B390 eine durchschnittlich 77 % höhere Bildratenleistung gegenüber Lunar Lake und 73 % mehr als AMDs RDNA-3.5-GPUs.

Das ist keine kleine Ansage. Die B390 soll sogar mobile RTX-4050-Lösungen von Nvidia um etwa zehn Prozent übertreffen.

Mehr als Silizium: Intels Handheld-Ansatz

Intel betont, dass der Core G3 mehr als nur ein Stück Silizium ist. Mit einem dedizierten Handheld-Betriebssystem, enger Integration mit Windows und einer Kooperation mit Geräteherstellern will das Unternehmen eine Plattform aufbauen.

MSI und Acer haben bereits Prototypen gezeigt, die schlanker und kühler wirken als aktuelle Konkurrenten. Außerdem arbeitet Intel mit Microsoft an speziellen Treibern und einem Controller-Layout, das auf das Arc-Ökosystem abgestimmt ist.

Obendrein bringt XeSS 3 eine vierfache Multi-Frame-Generation, die niedrigere Auflösungen hochskaliert und so Strom spart. Damit zielt Intel auf längere Akkulaufzeiten ohne sichtbare Einbußen ab, Das ist ein häufig genannter Schwachpunkt des Steam Deck.

Wenn AMD plötzlich reagieren muss

AMD dominiert bisher die Handheld-Szene mit seinen Phoenix- und Z-Serien-Chips. Ein plötzlicher Herausforderer aus Santa Clara könnte das Gleichgewicht stören. Intel will die „bisher unbefriedigende Handheld-Erfahrung“ verbessern und die typischen Probleme von Hitze und ruckelnden Bildraten lösen.

Rezensenten fragen sich jedoch, wie sich der Chip bei echten Belastungen schlägt: Kann die B390 ihre theoretischen 77 % Vorsprung bei dauerhaft 15 W TDP halten? Und wie steht es um Preis und Verfügbarkeit?

Offiziell hat Intel noch keine konkreten Taktfrequenzen oder Preise genannt; man spricht lediglich von einem Launch im Laufe des Jahres und einer engeren Zusammenarbeit mit Hardwarepartnern.

Handheld-Zukunft: Silizium vs. Realität

Sollte Intel seine Versprechen einlösen, könnten Handheld-PCs 2026 dramatisch leistungsfähiger und leiser werden. Größere Bildschirme mit höherer Auflösung wären möglich, ohne dass Lüfter aufheulen. Gleichzeitig würde AMD gezwungen, seine Ryzen-APUs schneller zu erneuern.

Die Prognosen bleiben allerdings spekulativ – vieles hängt davon ab, wie sich die 18A-Ausbeute entwickelt und ob Hersteller wie ASUS oder Valve bereit sind, bei Geräten der nächsten Generation wie dem Steam Deck 2 tatsächlich auf Intel zu wechseln.

Fest steht: Nach Jahren stagnierender Performance in mobilen PCs weht dank Core G3 frischer Wind. Und vielleicht ist dieser Chip der Grund, warum 2026 die Begriffe „Handheld“ und „High-End“ nicht mehr unvereinbar klingen.

Der 77-Prozent-Moment

Intel setzt mit dem Core G3 zum Befreiungsschlag an. Statt nur bei klassischen Laptops mitzuspielen, nimmt der Chip den aufstrebenden Handheld-Markt ins Visier – inklusive Kampfansage an AMD. Die angekündigten Leistungssteigerungen sind definitiv beeindruckend

Erst wenn Steam Deck 2 oder bisher unbekannte Microsoft-Handhelds mit Core G3 auf den Straßen erscheinen, zeigt sich, ob der 77-Prozent-Schock Realität wird. Bis dahin bleibt eine vertraute Disziplin: abwarten, messen – und innerlich schon mal den Lüftervergleich vorbereiten.


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Author
Image of Ben Touati
Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.