Ein YouTube‑Video löste kürzlich Begeisterung unter Rollenspielfans aus: Tim Cain, der Schöpfer der ersten beiden Fallout-Spiele, bestätigt seine Rückkehr zu Obsidian Entertainment. Seit seinem Austritt 2020 arbeitete der Entwickler als freier Mitarbeiter an Projekten wie The Outer Worlds 2.
- Return of the Crit Roll
- Vault-Boy im Comeback-Modus
- NDA-Modus: Würfel gesperrt
- Was bedeutet das für Obsidian?
- Vault‑Boy trifft NDA
Nun ist er wieder fest angestellt und arbeitet vor Ort an einem geheimen Projekt. Was könnte der Meister des apokalyptischen Humors in den Öfen haben?
Return of the Crit Roll
Tim Cain ist eine der prägenden Figuren des modernen Rollenspiels. In den 1990er‑Jahren entwickelte er die ursprünglichen Fallout-Spiele, bevor er für andere Studios wie Troika Games und später Obsidian Entertainment arbeitete. Sein Comeback verkündete er am 5. Dezember 2025 in einem Video auf seinem YouTube‑Kanal.
Darin erklärt er mit gewohnten trockenen Witz, dass er nun wieder Vollzeit bei Obsidian tätig sei – nicht als freier Berater, sondern vor Ort im Büro. Er betont außerdem, dass sein neues Projekt unter einer strengen Geheimhaltungsvereinbarung stehe; Fans sollten nicht versuchen, zu erraten, woran er arbeitet.
Auf einen Blick
- Tim Cain kehrte laut einem YouTube‑Video vom 5. Dezember 2025 als Vollzeit‑Mitarbeiter zu Obsidian zurück.
- Er verließ das Studio im Juni 2020, arbeitete aber weiter als externer Berater an The Outer Worlds 2.
- Sein neues Projekt ist durch eine Geheimhaltungsvereinbarung geschützt; er bittet Fans, nicht zu spekulieren.
- Cain ist bekannt für Klassiker wie Fallout 1 & 2, Vampire: The Masquerade – Bloodlines, South Park: The Stick of Truth und Pillars of Eternity.
- Die Pandemie‑Jahre 2020–2025 sahen viele gestartete und wieder eingestellte Projekte.
Vault-Boy im Comeback-Modus
Cain hatte Obsidian 2020 nach neun Jahren verlassen, um sich zurückzulehnen und Projekte als externer Berater zu begleiten. Während seiner „Semi‑Rente“ beteiligte er sich unter anderem an The Outer Worlds 2 und anderen RPG‑Experimenten.
Doch das Feuer erlosch nie: Laut eigener Aussage hat er während der Pandemie‑Jahre an verschiedenen Prototypen gearbeitet – einige wurden abgesagt, andere stehen vor dem Release.
Dass er nun wieder festen Boden bei Obsidian fasst, überrascht manche; andere sehen darin ein Zeichen, dass das Studio seine Wurzeln pflegt.
NDA-Modus: Würfel gesperrt
In dem Video stellt Cain klar, dass sein neues Projekt streng geheim ist. Spekulationen über ein weiteres Fallout oder Arcanum weist er zurück und rät der Community, sich nicht den Kopf zu zerbrechen.
Brancheninsider vermuten dennoch, dass er an einem neuen IP mit Science‑Fiction‑Einschlag arbeitet, während das Team von The Outer Worlds 2 auf Kurs bleibt.
Seine Rückkehr fällt in eine Phase, in der Obsidian mehrere Projekte stemmt: Nach dem mittelalterlichen RPG Avowed arbeitet das Studio angeblich an einem kleineren Survival‑Spiel. Ein erneuter Post‑Apokalypse‑Trip unter Cains Führung würde daher ins Profil passen.
Was bedeutet das für Obsidian?
Obsidian Entertainment hat sich in den letzten Jahren von einem mittelgroßen Studio zu einem Aushängeschild des Xbox‑Portfolios entwickelt. Titel wie Grounded, Pentiment und Avowed zeigen, dass das Team sowohl experimentierfreudig als auch traditionsbewusst ist.
Mit Cain an Bord könnte Obsidian an die isometrischen Wurzeln des Studios anknüpfen. Cains Stärken liegen in Open‑World‑Systemen, schwarzem Humor und spielerischer Freiheit.
In Interviews betonte er, wie sehr ihn die Erfolge der ersten Fallout-Spiele geprägt hätten – er wolle immer Spiele entwickeln, die sich wie ein „Pen‑&‑Paper‑Abenteuer auf dem Bildschirm“ anfühlen. Der Erfolg von Indie‑RPGs wie Baldur’s Gate 3 dürfte Cains Ambitionen zusätzlich befeuern.
Vault‑Boy trifft NDA
Cain scherzte in seinem Video, er sei nun „viel weniger pensioniert“ als zuvor. Dies passt zu seiner Persönlichkeit: Der Entwickler ist bekannt für Ironie und Understatement. Während Fans rätseln, taucht er regelmäßig auf Conventions auf, um über „magische Würfelzahlen“ oder Balancing in Rollenspielen zu sprechen.
Diese offene Kommunikation wird nun eingeschränkt, denn das neue Projekt ist geheim. Der nostalgische Funken, der beim Gedanken an das Pre‑Bethesda-Fallout entsteht, sorgt dennoch für Hoffnungsschimmer.
Abschließend lässt sich sagen: Cains Rückkehr ist sowohl ein Geschenk an Fans klassischer Rollenspiele als auch ein Weckruf an die Branche. In Zeiten von Sequels und Live‑Service‑Games bringt der Old‑School‑Designer Erfahrung und Humor zurück ins Rampenlicht.
Seine Verpflichtung könnte die Tür zu einem neuen, mutigen Projekt öffnen – vielleicht ein isometrisches RPG mit moderner Technik, vielleicht eine völlig neue Marke. Bis zum offiziellen Reveal bleibt nur, den NDA‑Vorhang zu respektieren und die ikonischen Fallout-Melodien zu summen.
Veröffentlicht: 9. Dezember 2025 04:07 Uhr