Fallout 4 Anniversary Edition
Bethesda

Fallout 4 Anniversary Edition startet holprig

Fallout 4 ist zurück im Rampenlicht – aber nicht unbedingt so, wie sich Bethesda das vorgestellt hat. Die Anniversary Edition sollte ein nostalgisches „Zehn Jahre Fallout 4“-Gefühl triggern, doch stattdessen stapeln sich Beschwerden über Performance, kaputte Mods und DLCs, die sich plötzlich verabschieden. Bethesda reagiert inzwischen sichtbar nervös.

Inhaltsverzeichnis
  1. Bethesda versucht, die Lage zu stabilisieren
  2. Schwieriger Start für Creations und das Jubiläumspaket
  3. Zwischen Jubiläum und Realität

Bethesda versucht, die Lage zu stabilisieren

In einem frischen Update spricht das Studio ungewohnt offen über die Probleme. Man untersuche die Schwierigkeiten, die seit der Veröffentlichung auftreten, und habe erste Optimierungen bereits live gestellt. Ladezeiten in Menüs, Creation-Downloads – all das soll nun etwas weniger zäh sein als zum Launch.

Die echte Arbeit liegt aber noch vor ihnen. Ein Hotfix soll Anfang nächster Woche erscheinen, speziell für Xbox One und PlayStation 4, wo die Stabilität spürbar schwankt. Dazu kommt ein Fehler, bei dem Creation-Club-Inhalte DLCs verlangen, die eigentlich installiert sind, sowie ein PlayStation-Bug, der gleich ganze DLC-Pakete nach dem Update aus dem System wirft.

Bethesda plant außerdem zwei größere Patches – einen am 24. November und einen weiteren in der ersten Dezemberhälfte. Bis dahin bleibt die Anniversary Edition eine ziemliche Baustelle.

Schwieriger Start für Creations und das Jubiläumspaket

Die Anniversary Edition bringt alle DLCs mit, dazu ein neues Bundle aus Creations – also kuratierten, teils kostenpflichtigen Mods aus der offiziellen Creator-Plattform. Theoretisch ein netter Zusatz, praktisch aber aktuell ein Quell an Chaos.

Auf Steam sammelt das Creation-Bundle inzwischen überwiegend negative Bewertungen. „Ein Desaster, um es nett auszudrücken“, schreibt ein Nutzer mit den meisten Upvotes. Andere reagieren fassungslos darauf, dass Bethesda ein Update veröffentlicht – und sofort drei weitere braucht, um die Folgen zu reparieren.

Dass Mods über Wochen brechen könnten, sorgt zusätzlich für Frust, zumal Fallout 4 über die Jahre von genau dieser Modding-Kultur getragen wurde. Und so liest man Sätze wie: „Ich will die alte Version zurück. Die hat wenigstens funktioniert.“

Zwischen Jubiläum und Realität

Fallout 4 bleibt ein Klassiker, keine Frage. Doch der Anniversary-Start zeigt einmal mehr, wie sensibel Live-Updates alter Spiele sein können, wenn ein riesiges Modding-Ökosystem dranhängt. Bethesda verspricht, mit Hochdruck an Lösungen zu arbeiten – und man merkt an der Tonlage, dass dieses Jubiläum intern ganz anders geplant war.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️