In Black Jacket zählt nicht, was du auf der Hand hast – sondern, wie viel du bereit bist zu riskieren. Das neue Spiel von Mi’pu’mi Games, veröffentlicht von Skystone Games, ist keine gemütliche Runde am Kartentisch, sondern ein Abstieg ins Fegefeuer. Hier ist Blackjack mehr als Glück und Strategie – es ist ein Pakt. Und jeder Zug bringt dich näher an die Hölle.
- Die Karten leben, und sie lügen
- Mein Abend im Fegefeuer: Ein Mini-Review
- Der Nervenkitzel der Verdammnis
Die Karten leben, und sie lügen
In dieser makabren Variante des Klassikers wachst du in einer Zwischenwelt auf, gefangen zwischen Himmel und Untergang. Deine Gegner sind verlorene Seelen, ihre Flüstern hallt über den Tisch, während du versuchst, dich an das Einzige zu klammern, was dir bleibt – deinen Verstand. Der Fährmann wartet. Du spielst um Zeit, nicht um Sieg.
Jede Karte in Black Jacket ist ein Risiko. Sie kann dir helfen, oder dich verfluchen. Regeln brechen zusammen, Wahrscheinlichkeiten zerfallen, und selbst der Zufall scheint gegen dich zu spielen. Du kannst Karten manipulieren, Werte verschieben oder mit verfluchten Artefakten in die Hand deines Gegners greifen – doch alles hat seinen Preis.
Mein Abend im Fegefeuer: Ein Mini-Review
Ich habe Black Jacket im Playtest natürlich auch angezockt, und muss sagen: Es ist spaßig. Am Anfang habe ich mich ziemlich überrollt gefühlt, es gibt etliche Karteneffekte und nicht so viel Erklärung, wie man sich das vielleicht wünscht, aber nach einer Proberunde passt es eigentlich.
Die Gameplay-Loop ähnelt anderen Roguelikes: Die Gameplay Loop ist in diesem Fall bestehend aus den Black Jack-Matches, man kann Karten aus dem eigenen Deck verändern, dazu nehmen, herausnehmen, es gibt spezielle Items, die neue Regeln ins Spiel nehmen, und ein bisschen Story.
Es hat Spaß gemacht, keine Frage, aber obwohl der Art Style grandios gut ist, fehlt mir irgendwie… Mehr. Mehr Persönlichkeit, mehr Biss. Es ist ein gutes Spiel, aber leider hat es nicht geschafft mich lange zu fesseln. Da fehlt mir noch ein bisschen der Suchtfaktor.
Ich habe gewonnen, ich habe verloren, und manchmal lag beides irgendwie näher zusammen, als man es denken würde. Es gibt natürlich Strategien, um diesen Zufallsfaktor zu mitigieren, aber manchmal sitzt du trotzdem einfach da und bettelst dein Deck an, dir doch bitte die richtige Karte zu geben.
Was vielleicht auch dazu kommt: Ich habe bisher noch keine wirkliche Meta-Progression entdecken können, aber es kann gut sein, dass das erst kommt, wenn man wirklich den letzten Boss besiegt hat. So lange hat mich das Spiel jedoch nicht gehalten, insgesamt würde ich sagen: Das Spiel hat Potenzial.
Der Nervenkitzel der Verdammnis
Trotz meines eher nüchternen Ergebnisses mit dem Spiel glaube ich, dass die Demo auf Steam zeigt, wie tief das Spiel dich in diesen Kreislauf hineinziehen kann, wenn die richtige Person es in den Händen hält. Jede Partie fühlt sich an wie ein Gebet, das niemand mehr hört. Du gewinnst Soul Coins, um den Fährmann zu bestechen – oder du verlierst sie an die Schatten, die mit dir am Tisch sitzen. Und wenn du glaubst, das Spiel verstanden zu haben, verändert es sich.
Black Jacket ist kein Kartenspiel, es ist ein Zustand. Düster, elegant, beinahe ruhig – bis du merkst, dass du längst zu viel gesetzt hast. Wer wissen will, wie sich Glücksspiele in der Hölle anfühlen, sollte die Demo besser bei Licht spielen.
Veröffentlicht: 6. November 2025 16:43 Uhr