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Quelle: Double Fine

Double-Fine-Chef Tim Schafer: Vorerst kein Psychonauts 3 geplant

Viele Fans der Reihe Psychonauts hatten die Hoffnung, auf der Gamescom 2025 eine große Überraschung zu erleben. Schließlich ist das zweite Abenteuer von Razputin „Raz“ Aquato inzwischen seit einigen Jahren auf dem Markt, und die Fangemeinde wünscht sich seitdem ein weiteres Kapitel.

Inhaltsverzeichnis
  1. Kein Platz für eine weitere Fortsetzung
  2. Keeper: Ein kleineres, aber mutiges Vorhaben
  3. Die Bedeutung von Psychonauts bleibt bestehen

Doch Double-Fine-Gründer Tim Schafer machte kürzlich in einem Interview jedoch klar: Ein Psychonauts 3 ist aktuell nicht in Arbeit – und wird auch in absehbarer Zeit nicht erscheinen.


Kein Platz für eine weitere Fortsetzung

„Ich arbeite an anderen Sachen“, erklärte Schafer nüchtern. Sein Studio entwickle derzeit mehrere Spiele, die alle auf neuen Konzepten beruhen. Für Double Fine sei es wichtig, nach Psychonauts 2 einen kreativen Richtungswechsel einzuschlagen. Man wolle nicht sofort wieder eine Fortsetzung angehen, sondern lieber unverbrauchte Ideen erproben.

Für viele mag es enttäuschend sein, dass es so schnell keine dritte Reise in die surreale Welt der Psychonauten gibt. Aufschluss über die Gründe erhalten Fans allerdings bei einem genauen Blick hinter die Kulissen.

Die 2024 herausgebrachte Dokumentation PsychOdyssey zeigt im Detail, wie lang und nervenaufreibend die Entwicklung von Psychonauts 2 war. Zahlreiche Teammitglieder äußerten darin, dass ein dritter Teil zwar vorstellbar ist, jedoch emotional und organisatorisch schwierig umzusetzen wäre.


Keeper: Ein kleineres, aber mutiges Vorhaben

Die Fans erhalten vom Entwickler dennoch Nachschub. Im Oktober wird mit Keeper ein brandneuer Titel von Double Fine veröffentlicht. In dem Puzzle-Abenteuer schlüpfen die Spieler in die Rolle eines wandelnden Leuchtturms, der von einem kleinen Vogel namens Twig begleitet wird. Das Spiel soll sechs bis acht Stunden dauern, aber Schafer hebt hervor, dass die Qualität hoch sein und das Erlebnis intensiv wirken soll.

Besonders bemerkenswert: Keeper kommt gänzlich ohne gesprochene Dialoge aus. Die Geschichte wird stattdessen nur durch Bilder, Umgebungen und Animationen erzählt. Mit dieser Entscheidung wird deutlich, dass Double Fine wieder experimentieren und andere Erzählformen testen möchte. Obwohl der Stil surreal ist und an Psychonauts erinnert, handelt es sich spielmechanisch um ein deutlich kleineres und intimeres Projekt.


Die Bedeutung von Psychonauts bleibt bestehen

Im Interview unterstrich Schafer die Bedeutung von Psychonauts 2 für das Studio: Es sei ein Meilenstein. Durch das Spiel blieb der Entwickler bei vielen Gamern klar im Gedächtnis. Für einen weiteren Teil wolle man sich jedoch die nötige Zeit nehmen und zunächst andere Projekte realisieren.

Wichtig sei es zudem, erneut ein Ausrufezeichen zu setzen und mit dem neuen Titel nicht hinter den hohen Erwartungen an eine Fortsetzung zurückzubleiben. Das Team konzentriert sich darauf, Erfahrungen durch mehrere kleinere Spiele zu sammeln, bevor es sich erneut an ein Mammutprojekt wagt.

Die Fans sind zumindest ein wenig optimistisch, da Schafer die Hoffnung auf Psychonauts 3 nicht endgültig ausschließt. Doch wer in den kommenden Jahren mit einem neuen Abenteuer von Raz gerechnet hat, muss sich gedulden.


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Matthias Friess
Gaming Experte
Matthias hat seine Gaming-Leidenschaft schon früh entdeckt, als er auf dem NES und dem Super Nintendo seine ersten Abenteuer erlebte. Seitdem hat ihn die Faszination für Spiele nie losgelassen. Heute berichtet er täglich über alles, was in der Gaming Welt passiert. Von frischen Releases bis zu den wichtigsten Entwicklungen in der Branche bringt er das Wesentliche verständlich und mit Leidenschaft auf den Punkt. Seine Texte sollen nicht nur informieren, sondern auch Spaß machen. Wer regelmäßig reinschaut, findet fundierte News, ehrliche Einschätzungen und immer wieder auch ein Augenzwinkern. In seiner Freizeit zockt Matthias nicht nur Retroklassiker, sondern auch aktuelle Titel wie League of Legends, Valorant oder alles, was ihm sonst gerade unter die Finger kommt.