PSN CHARTS EA SPORTS FC 26
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EA FC 26 frustriert die Community: Warum Content Creator DieHahn kaum noch spielt

Es ist eine kuriose Situation. Das neue EA SPORTS FC 26 spielt sich so gut wie seit Jahren kein FIFA-Ableger mehr, und trotzdem herrscht in der Community Ernüchterung. Einer der lautesten Stimmen dieser Tage: Content Creator DieHahn, der in einem viel diskutierten Video erklärt, warum er den Release so wenig spielt wie nie zuvor. Seine Kritik trifft einen Nerv, weil sie etwas beschreibt, das viele aktuell spüren: Spaß am Gameplay, aber Frust über das Drumherum.

Inhaltsverzeichnis
  1. Das große Loch in der Münzökonomie
  2. Teurer Content, leere Taschen
  3. Motivation am Limit
  4. Eine Community, die das Spiel liebt aber nicht das System
  5. Ein Spiel zwischen Spaß und Struktur
  6. Frisches vom Feed
  7. Häufig gestellte Fragen zu FC 26 und DieHahn

Er beginnt sein Video ungewöhnlich positiv. „Big Big W“ nennt er die spielerischen Fortschritte. Turniere, neue Modi, Gauntlet sind alles Elemente, die den Grind abwechslungsreicher machen sollen. Auch das neue Rivals-System, kürzere Reward-Zyklen und die Chance, mehr Teams zu nutzen, bewertet er als echte Verbesserung. Das Spiel selbst sei also nicht das Problem. Und genau das macht seine Kritik umso schwerer.

Das große Loch in der Münzökonomie

Was für DieHahn das Spielerlebnis bremst, ist nicht der Ball, der über den Rasen rollt, sondern das, was nach dem Abpfiff passiert. Oder eben nicht passiert. Das Belohnungssystem von FC 26 wirkt für viele wie eine leere Hülle. Münzen gibt es kaum, und wer spielt, wird in erster Linie mit untauschbaren Packs abgespeist. Die Folge: keine Kaufkraft, kein Markt, kein Fortschritt.

Er zieht den Vergleich zu FIFA 19 bis 21, als man nach Platzierungsspielen oder Division-Aufstiegen 100k Münzen verdiente und mehr. Heute bleibt das Konto leer. Der Markt hat sich verengt, und während kaum noch Goldkarten über 200.000 Münzen wert sind, dominieren Echtgeld-Ausgaben die Transferlisten. Die wenigen Spieler:innen, die handeln können, sind oft jene, die Echtgeld investieren.

Teurer Content, leere Taschen

Dazu kommt, dass EA SPORTS die Preise für neuen Content offenbar nicht an die schwindende Liquidität angepasst hat. Kostenpflichtige Evolutions kosten inzwischen zehntausende Coins, der Premium Season Pass schlägt mit 500k Münzen zu Buche. In anderen Spielen refinanzieren sich Season Pässe über Zeit, hier scheint das System auf Monetarisierung statt Motivation ausgelegt.

Hinzu kommen Squad Building Challenges (kurz: SBC), deren Preise und Tempo kaum mehr zur Realität vieler Spielender passen. Busquets, Son, Pogba, Icons sind alles reizvolle Karten, die aber für viele unerreichbar bleiben. DieHahn spricht aus, was viele denken: Wer kein Geld investiert, steht am Spielfeldrand.

Motivation am Limit

Die Folgen sind absehbar. Viele spielen weniger, nicht weil das Spiel schlecht wäre, sondern weil der Fortschritt fehlt. Wer spielt, hat das Gefühl, ständig etwas zu verpassen. DieHahn erzählt, dass er sich bewusst in niedrigeren Divisionen hält, um das schwitzige Matchmaking zu umgehen und den Spaß am Spiel zu retten. Rewards interessieren ihn nicht mehr, weil sie in seiner Wahrnehmung „kompletter Käse“ sind.

Das ist bemerkenswert, denn es zeigt, dass die Motivation derzeit nicht vom Belohnungssystem getragen wird, sondern ausschließlich vom Gameplay. Und das ist ein gefährliches Ungleichgewicht. Denn wenn der Reiz, neue Karten auszuprobieren, zu groß, aber der Zugang zu ihnen zu teuer ist, entsteht Frust, keine Bindung.

Eine Community, die das Spiel liebt aber nicht das System

Im Kern teilt DieHahn keine Abrechnung mit FC 26 als Spiel, sondern mit EA SPORTS’ Designphilosophie. Er erkennt an, dass die Marschroute stimmt, dass das Gameplay auf einem starken Fundament steht. Doch er sieht, wie das System die falschen Anreize setzt. Wer investiert, erhält Zugang. Wer grindet, schaut zu.

Die Kritik ist nicht neu, aber sie trifft in diesem Jahr besonders tief. Denn das Spiel ist eigentlich gut genug, um Menschen zu halten. Nur fehlen die Belohnungen, die das Spielen lohnend machen. DieHahn nennt es „Verbraucherverarsche“, ein Wort, das in der Szene hängenbleibt. Nicht, weil es übertrieben wäre, sondern weil es die Stimmung vieler trifft.

Ein Spiel zwischen Spaß und Struktur

Wir teilen diese Beobachtung: FC 26 funktioniert auf dem Platz besser als fast jeder Teil davor. Doch das System dahinter, von Münzökonomie bis Content-Politik, zieht die Begeisterung herunter. Wenn EA SPORTS es ernst meint mit dem Neuanfang nach FIFA, muss es hier ansetzen. Denn Spaß am Spielen reicht nur, wenn das Spiel auch etwas zurückgibt.

Frisches vom Feed

Häufig gestellte Fragen zu FC 26 und DieHahn

Was ist EA SPORTS FC 26?
EA SPORTS FC 26 ist der aktuelle Ableger der Fußballspielreihe von Electronic Arts. Es ist der Nachfolger der FIFA-Serie, die nach der Trennung von der FIFA-Organisation umbenannt wurde.

Wer ist DieHahn?
DieHahn ist ein deutscher Content Creator, bekannt für seine sachlichen Analysen und FIFA- bzw. FC-Content auf YouTube und Twitch.

Warum kritisiert DieHahn FC 26?
Er bemängelt vor allem das Belohnungssystem, die geringe Münzverteilung und den hohen finanziellen Druck durch Paid Evolutions und den Season Pass.

Was läuft beim Markt in FC 26 schief?
Der Markt leidet unter fehlender Liquidität. Fast alle Packs sind untradeable, wodurch der Handel stagniert und die Preise stark sinken.

Wie reagiert die Community auf diese Kritik?
Viele teilen die Einschätzung. Auf Social Media wird zunehmend über die fehlende Kaufkraft, zu teuren Content und die sinkende Motivation diskutiert.


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Author
Image of Aykut Özbey
Aykut Özbey
Esports & Gaming Journalist
Aykut Özbey ist freier Gaming- und Esport-Journalist. Nach fünf Jahren bei ProSiebenSat.1 und Auftritten im TV-Format „eFernsehen” auf ProSieben MAXX arbeitet er heute an eigenen Projekten. Mit „30 Minuten Zocken” macht er Games für Berufstätige und Studierende im Alltag greifbar. Seit August 2025 unterstützt er unsere Escapist Redaktion mit aktuellen Gaming-News.