Clair Obscur Expedition 33
Quelle: Epic Games

Indie Game Awards disqualifizieren Clair Obscur: Expedition 33 nach AI-Verstoß

Die Indie Game Awards haben zwei bereits vergebene Auszeichnungen an Clair Obscur: Expedition 33 nachträglich aberkannt. Betroffen sind sowohl der Preis für das beste Debütspiel als auch die Auszeichnung als Game of the Year.

Inhaltsverzeichnis
  1. Falsche Angaben im Nominierungsprozess
  2. Aberkennung und Neuvergabe der Preise
  3. Unklare Details zu den KI-Inhalten
  4. Erfolgreiches Jahr trotz Disqualifikation
  5. FAQ

Ausschlaggebend war nicht die Diskussion um den Indie-Status des Titels, sondern der Einsatz von generativer KI im Entwicklungsprozess.


Falsche Angaben im Nominierungsprozess

Im Rahmen der Einreichung hatte ein Vertreter von Sandfall Interactive erklärt, dass bei der Entwicklung von Clair Obscur: Expedition 33 keine generative KI verwendet worden sei. Diese Erklärung ist Teil der verbindlichen Nominierungsrichtlinien der Indie Game Awards.

Am Tag der Preisverleihung bestätigte das Studio jedoch, dass KI-generierte Grafiken in der Produktion zum Einsatz kamen. Damit wurde gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen, da die Indie Game Awards eine klare Null-Toleranz-Position gegenüber genAI vertreten.


Aberkennung und Neuvergabe der Preise

In einer Stellungnahme auf der offiziellen Website erklärten die Veranstalter, dass der Regelverstoß trotz der späteren Entfernung der betroffenen Inhalte zur Disqualifikation führen müsse. Die betroffenen Assets seien zwar aus dem Spiel entfernt worden, dies ändere jedoch nichts an der ursprünglichen Verletzung der Regularien.

Die Jury entschied daher, beide Titel neu zu vergeben. Der Debütpreis geht nun an Sorry We’re Closed, während der Game-of-the-Year-Award an Blue Prince übergeht. Die entsprechenden Dankesreden sollen im neuen Jahr veröffentlicht werden.


Unklare Details zu den KI-Inhalten

Die Indie Game Awards nannten keine konkreten Beispiele für die beanstandeten Inhalte. In der Community kursieren jedoch Hinweise auf einzelne Grafiken, die mutmaßlich KI-generiert waren. Laut Veranstaltern befinden sich aktuell keine genAI-Inhalte mehr im Spiel.


Erfolgreiches Jahr trotz Disqualifikation

Unabhängig von der Entscheidung der Preisjury verlief 2025 für Clair Obscur: Expedition 33 wirtschaftlich erfolgreich. Nach dem Release im April erreichte das Spiel innerhalb weniger Monate mehrere Verkaufsmeilensteine. Zuletzt bestätigte Sandfall Interactive einen Absatz von über fünf Millionen Exemplaren weltweit.

Auch auf politischer Ebene fand der Erfolg Beachtung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Titel zuvor öffentlich als kulturellen Erfolg für Montpellier und Frankreich gewürdigt.


FAQ

Warum wurde Clair Obscur: Expedition 33 disqualifiziert?

Wegen des bestätigten Einsatzes von generativer KI trotz gegenteiliger Angaben im Nominierungsprozess.

Welche Preise wurden aberkannt?

Debütspiel des Jahres und Game of the Year.

Wer hat die Auszeichnungen stattdessen erhalten?

Sorry We’re Closed (Debüt) und Blue Prince (Game of the Year).

Haben die Entwickler KI-Inhalte entfernt?

Ja, laut Angaben wurden die betroffenen Assets später aus dem Spiel gepatcht.

Warum reichte das Entfernen nicht aus?

Die Regeln beziehen sich auf den Entwicklungsprozess, nicht nur auf den finalen Zustand.

Hat sich Sandfall Interactive öffentlich geäußert?

Bestätigt wurde lediglich der Einsatz von genAI, weitere Stellungnahmen sind nicht bekannt.

Wie erfolgreich war das Spiel wirtschaftlich?

Über fünf Millionen verkaufte Einheiten weltweit.

Gilt das Spiel weiterhin als veröffentlicht?

Ja, die Disqualifikation betrifft nur die Preisverleihung.


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Author
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Matthias Friess
Gaming Experte
Matthias hat seine Gaming-Leidenschaft schon früh entdeckt, als er auf dem NES und dem Super Nintendo seine ersten Abenteuer erlebte. Seitdem hat ihn die Faszination für Spiele nie losgelassen. Heute berichtet er täglich über alles, was in der Gaming Welt passiert. Von frischen Releases bis zu den wichtigsten Entwicklungen in der Branche bringt er das Wesentliche verständlich und mit Leidenschaft auf den Punkt. Seine Texte sollen nicht nur informieren, sondern auch Spaß machen. Wer regelmäßig reinschaut, findet fundierte News, ehrliche Einschätzungen und immer wieder auch ein Augenzwinkern. In seiner Freizeit zockt Matthias nicht nur Retroklassiker, sondern auch aktuelle Titel wie League of Legends, Valorant oder alles, was ihm sonst gerade unter die Finger kommt.