LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters könnte gut werden
Warner Bros. Games

LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters

TT Games bringt wieder einen LEGO Batman raus, und natürlich soll diesmal alles revolutionär werden. LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters kommt 2026 mit härteren Schwierigkeitsgraden, dynamischem Kampfsystem und Open-World-Gotham. Vielleicht schaffen sie’s diesmal wirklich, mehr als Steinchen-Gesammel zu liefern – die Community scheint jedenfalls jetzt schon gehyped zu sein.

Inhaltsverzeichnis
  1. 86 Jahre Batman-Geschichte in einem Topf
  2. Endlich ernsteres Kampfsystem?
  3. Gotham als LEGO-Sandkasten
  4. Lokaler Koop – Online wieder Fehlanzeige
  5. Mehr vom Gleichen mit neuen Features

86 Jahre Batman-Geschichte in einem Topf

Die Story fängt bei der Liga der Schatten an und arbeitet sich durch Batmans komplette Historie. Filme, Serien, Comics – alles wird reingeschmissen. Jim Gordon, Robin, Nightwing, Batgirl, die ganze Batfam ist dabei, genau wie die üblichen Verdächtigen bei den Schurken: Joker, Pinguin, Bane.

Nichts Neues, aber immerhin ehrlich. Statt sich irgendwelche originellen Storys auszudenken, packen sie einfach das Greatest-Hits-Album zusammen. Funktioniert meistens besser als schlecht geschriebene Original-Plots.

Endlich ernsteres Kampfsystem?

Das Kampfsystem wurde komplett überarbeitet – Angriffsketten, Konter, “übertriebene Niederschläge”. Klingt nach dem Versuch, echtes Batman-Gefühl hereinzubringen statt der üblichen LEGO-Prügelei, wo alle Gegner nach drei Hits umfallen.

Zwei neue Schwierigkeitsgrade: “Maskierter Rächer” und “Dunkler Ritter”. Das ist tatsächlich neu für LEGO-Spiele. Bisher war das Motto eher an “jeder Fünfjährige muss durchkommen” angelehnt, was ja auch nichts Schlechtes ist. Ob das funktioniert oder sie damit ihre Kernzielgruppe vergraulen, wird sich zeigen.

Gotham als LEGO-Sandkasten

Open-World-Gotham voller Sammelobjekte, Rätsel und Verbrechen. Schwingen, gleiten, fahren – die üblichen Fortbewegungsmittel. Über 100 Batanzüge zum Sammeln, anpassbare Bathöhle, alles basierend auf echten Batman-Medien seit 1939.

Das ist der Teil, der funktionieren könnte. TT Games kann Open World, das haben sie mit LEGO Star Wars bewiesen. Wenn Gotham so detailliert wird wie ihre Star Wars-Welten, passt das schon.

Lokaler Koop – Online wieder Fehlanzeige

Zwei-Spieler-Koop nur lokal, Online-Multiplayer gibt’s nicht. Typisch TT Games. In 2026 immer noch auf Couch-Gaming setzen, während alle anderen längst Online-Features haben. Entweder sind sie nostalgisch oder technisch hintendran.

Jeder Partner-Charakter hat eigene Gadgets – Gordons Schaumsprüher, Robins Kabelwerfer, Catwomans Peitsche. Kann abwechslungsreich werden, wenn sie nicht alle gleich spielen.

Mehr vom Gleichen mit neuen Features

Warner Bros. redet von “neuer Perspektive” und Features, “die über frühere LEGO-Spiele hinausgehen”. Ein ähnliches Versprechen, wie bei den LEGO-Spielen der letzten zehn Jahre. Am Ende ist’s oft das gleiche Gameplay, mit neuen Skins.

Die Batman-Lizenz verkauft sich, TT Games macht solide LEGO-Spiele – es wird sich zeigen, ob sich das neue Spiel lohnt. Wer heute ein Batman-Spiel will, hat bessere Optionen als LEGO-Varianten, aber trotzdem bringen LEGO-Spiele immer einen äußerst herzigen Charme.

Release ist PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC. Bis 2026 ist das Action-Adventure-Feld noch voller geworden. LEGO-Spiele haben ihre Nische, aber ob die reicht, wenn alle anderen Spiele technisch und spielerisch weiter sind?

LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters wird wahrscheinlich ein ordentliches Familien-Action-Adventure. Für echte Innovation müsste TT Games deutlich mutiger werden. Aber: Das reicht vielleicht auch schon, denn als ich mich auf der gamescom so mit der Community unterhalten habe, war das für viele tatsächlich eines der Highlights der opening night.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️