Mike Ybarra, früher Präsident bei Blizzard, hat sich in die Shooter-Debatte eingemischt – und das nicht leise. In seinen Augen ist Call of Duty seit Jahren auf dem falschen Kurs. Möglicherweise sind Cheater-Probleme, überladene Menüs, riesige Updates, grelle Skins und zu wenig frische Ideen daran Schuld – für ihn steht jedenfalls fest, dass Battlefield 6 Call of Duty: Black Ops 7 „plattmachen“ wird.
- Kritik mit Gewicht
- Call of Duty unter Druck
- Battlefield 6 als Gegenentwurf
- Euphorie mit Lücken
- Ein heißes Duell
Kritik mit Gewicht
Ybarra sagt, die Reihe habe seit 2016 kontinuierlich an Qualität verloren. Besonders die anhaltende Cheater-Problematik habe das Vertrauen der Community zersetzt. Auch das Design stößt ihm auf: überfrachtete Menüs, quietschbunte Kosmetik und ein Fokus auf Crossover-Events statt auf authentisches Gunplay. Für ihn wirkt Call of Duty mehr wie eine Plattform für Marketing als wie eine glaubhafte Kriegssimulation.
Call of Duty unter Druck
Für Black Ops 7 setzen Treyarch und Raven Software zwar auf neue Hürden für Cheater – darunter TPM 2.0 und Secure Boot –, doch ob diese Maßnahmen wirklich greifen, bleibt offen. Die Hoffnung auf faire Matches ist da, das Vertrauen muss sich erst wieder aufbauen.
Battlefield 6 als Gegenentwurf
Ybarra sieht in Battlefield 6 den frischen Wind, den das Genre braucht: kleinere Dateigrößen, dezente Skins, ein schlankes Interface und eine klare Rückkehr zu den Wurzeln. Die Beta spricht für sich – über 400.000 gleichzeitige Steam-Spieler, stabile Server und Gunplay, das viele an Battlefield 3 und 4 erinnert. Squad-Spiel, gegenseitiges Reviven, realistische Zerstörungen – vieles davon trifft genau die Punkte, die Fans zuletzt vermisst haben.
Euphorie mit Lücken
Ganz perfekt ist es laut Fans noch nicht. In der Beta wirkte das Waffenarsenal überschaubar, Fahrzeuge waren rar, und manche Karten führten zu Engstellen, die das Spieltempo bremsten. Auch das Respawn-Balancing sorgt für Diskussionen. Doch gerade dieses Feedback gibt DICE die Chance, bis zum Release nachzuschärfen.
Ein heißes Duell
Die starke Resonanz auf Battlefield 6 rüttelt am Selbstverständnis von Call of Duty. Activision gibt sich offiziell gelassen, intern dürfte der Druck steigen. Für die Spieler könnte genau das den Unterschied machen: mehr Wettbewerb, mehr Innovation, weniger Selbstzufriedenheit.
2025 könnte so zum ersten Mal seit Jahren wieder ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen im Shooter-Genre bringen – und wer jetzt dabei ist, sieht live, wie sich zwei Platzhirsche gegenseitig zu besseren Spielen zwingen.
Veröffentlicht: 12. August 2025 09:18 Uhr