Mike Ybarra
Jon Kopaloff / Blizzard Entertainment / Getty Images

Mike Ybarra überzeugt: Battlefield 6 hat die Nase vorn

Mike Ybarra, früher Präsident bei Blizzard, hat sich in die Shooter-Debatte eingemischt – und das nicht leise. In seinen Augen ist Call of Duty seit Jahren auf dem falschen Kurs. Möglicherweise sind Cheater-Probleme, überladene Menüs, riesige Updates, grelle Skins und zu wenig frische Ideen daran Schuld  – für ihn steht jedenfalls fest, dass Battlefield 6 Call of Duty: Black Ops 7 „plattmachen“ wird.

Inhaltsverzeichnis
  1. Kritik mit Gewicht
  2. Call of Duty unter Druck
  3. Battlefield 6 als Gegenentwurf
  4. Euphorie mit Lücken
  5. Ein heißes Duell

Kritik mit Gewicht

Ybarra sagt, die Reihe habe seit 2016 kontinuierlich an Qualität verloren. Besonders die anhaltende Cheater-Problematik habe das Vertrauen der Community zersetzt. Auch das Design stößt ihm auf: überfrachtete Menüs, quietschbunte Kosmetik und ein Fokus auf Crossover-Events statt auf authentisches Gunplay. Für ihn wirkt Call of Duty mehr wie eine Plattform für Marketing als wie eine glaubhafte Kriegssimulation.

Call of Duty unter Druck

Für Black Ops 7 setzen Treyarch und Raven Software zwar auf neue Hürden für Cheater – darunter TPM 2.0 und Secure Boot –, doch ob diese Maßnahmen wirklich greifen, bleibt offen. Die Hoffnung auf faire Matches ist da, das Vertrauen muss sich erst wieder aufbauen.

Battlefield 6 als Gegenentwurf

Ybarra sieht in Battlefield 6 den frischen Wind, den das Genre braucht: kleinere Dateigrößen, dezente Skins, ein schlankes Interface und eine klare Rückkehr zu den Wurzeln. Die Beta spricht für sich – über 400.000 gleichzeitige Steam-Spieler, stabile Server und Gunplay, das viele an Battlefield 3 und 4 erinnert. Squad-Spiel, gegenseitiges Reviven, realistische Zerstörungen – vieles davon trifft genau die Punkte, die Fans zuletzt vermisst haben.

Euphorie mit Lücken

Ganz perfekt ist es laut Fans noch nicht. In der Beta wirkte das Waffenarsenal überschaubar, Fahrzeuge waren rar, und manche Karten führten zu Engstellen, die das Spieltempo bremsten. Auch das Respawn-Balancing sorgt für Diskussionen. Doch gerade dieses Feedback gibt DICE die Chance, bis zum Release nachzuschärfen.

Ein heißes Duell

Die starke Resonanz auf Battlefield 6 rüttelt am Selbstverständnis von Call of Duty. Activision gibt sich offiziell gelassen, intern dürfte der Druck steigen. Für die Spieler könnte genau das den Unterschied machen: mehr Wettbewerb, mehr Innovation, weniger Selbstzufriedenheit.

2025 könnte so zum ersten Mal seit Jahren wieder ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen im Shooter-Genre bringen – und wer jetzt dabei ist, sieht live, wie sich zwei Platzhirsche gegenseitig zu besseren Spielen zwingen.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️