Protest
Quelle: Unsplash/Clay Banks

Proteste vor Rockstar-Büros in London und Edinburgh nach Entlassungen

Nach den neuesten Kündigungen bei Rockstar Games haben Mitglieder der Independent Workers’ Union of Great Britain (IWGB) vor den Büros des Studios in London und Edinburgh demonstriert. Hintergrund sind die Anschuldigungen, das Unternehmen habe Mitarbeiter entlassen, die sich für die Gründung einer Gewerkschaft einsetzen wollten.

Inhaltsverzeichnis
  1. Gewerkschaft äußert „Schock und Wut“
  2. Rockstar weist die Vorwürfe zurück
  3. Hintergrund: Erwartung vor dem GTA 6-Launch
  4. Der Drahtseilakt zwischen Vertrauen und Skepsis
  5. FAQ zu den Protesten

Gewerkschaft äußert „Schock und Wut“

Die Proteste brachen einen Tag nach der Bekanntgabe der Entlassungen aus. IWGB-Organisator Fred Carter berichtet, dass viele Beschäftigte „schockiert und wütend“ über das Verhalten des Studios sind. Viele Betroffene hätten nur über Gehalts- und Arbeitsbedingungen gesprochen und versucht, eine faire Arbeitnehmervertretung zu schaffen.

„Die Mitarbeiter wurden bestraft, weil sie versucht haben, ihre Rechte wahrzunehmen“, erklärte Carter. „In dieser Woche habe ich neben Leuten gestanden, die geweint haben, weil sie ihre Jobs verloren haben. Die Community ist erschüttert und wütend.“

Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtete, dass er „ohne Vorwarnung und ohne Beweise“ entlassen wurde. „Wir haben dem Unternehmen keinen Schaden zugefügt und auch keine vertraulichen Daten weitergegeben. Unser Ziel war es, die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, zu begreifen und zu optimieren. Es ist einfach unfair, dafür entlassen zu werden.“


Rockstar weist die Vorwürfe zurück

In einer Stellungnahme erklärte Rockstar, man habe „gegen eine kleine Gruppe von Personen, die vertrauliche Informationen in einem öffentlichen Forum geteilt haben, Maßnahmen ergriffen“. Das Studio machte klar, dass die Entscheidung „in keinem Zusammenhang mit Gewerkschaftsaktivitäten oder dem Recht, einer Gewerkschaft beizutreten, steht“.

IWGB zufolge war das Forum ein privater Discord-Server der Game Workers Union, auf dem nur Gewerkschaftsorganisatoren und -mitglieder waren. Die Gewerkschaft weist die Vorwürfe entschieden zurück.


Hintergrund: Erwartung vor dem GTA 6-Launch

Die Kündigungen passieren zu einer Zeit, in der Rockstar enormen öffentlichen Druck spürt. Die Firma arbeitet weiterhin an Grand Theft Auto 6, dessen Launch kürzlich auf den 19. November 2026 verschoben wurde.

Der Mutterkonzern von Rockstar, Take-Two Interactive, veröffentlichte seine neuesten Finanzzahlen zur selben Zeit wie die Entlassungen; diese zeigen trotz der Verzögerung beachtliche Umsatzsteigerungen. CEO Strauss Zelnick erklärte, dass man „das bestmögliche Spielerlebnis bieten“ wolle und sich deshalb „mehr Zeit für die nötige Feinarbeit“ nehme.


Der Drahtseilakt zwischen Vertrauen und Skepsis

Obwohl Take-Two betont, dass man Rockstar vertraut, wächst der Druck von den Arbeitnehmern. Die IWGB hat angekündigt, die entlassenen Mitarbeiter weiterhin zu betreuen und bestmöglich zu beraten. Außerdem gab die Gewerkschaft an, rechtliche Schritte zu prüfen, um die Arbeitnehmerinteressen erfolgreich durchzusetzen.


FAQ zu den Protesten

Was sind die Gründe?

Rund 30 Mitarbeiter in Großbritannien und Kanada wurden laut IWGB entlassen, nachdem sie über Arbeitsbedingungen und Löhne diskutiert hatten.

Was sagt Rockstar?

Das Studio spricht von einer Verletzung interner Richtlinien und betont, es handle sich nicht um eine Reaktion auf Gewerkschaftsarbeit.

Wer organisiert die Proteste?

Die Independent Workers’ Union of Great Britain (IWGB).

Wo fanden die Demonstrationen statt?

Vor den Büros von Rockstar North in Edinburgh und Take-Two Interactive in London.

Was fordert die Gewerkschaft?

Wiedereinstellung der betroffenen Mitarbeiter und Anerkennung des Rechts auf gewerkschaftliche Organisation.

Wann erscheint GTA 6?

Laut aktuellem Stand am 19. November 2026.

Wie reagiert Take-Two?

CEO Strauss Zelnick betont, das Unternehmen wolle „das außergewöhnlichste interaktive Erlebnis aller Zeiten“ liefern.

Gibt es rechtliche Konsequenzen?

Die IWGB prüft derzeit mögliche juristische Schritte gegen die Entlassungen.


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Author
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Matthias Friess
Gaming Experte
Matthias hat seine Gaming-Leidenschaft schon früh entdeckt, als er auf dem NES und dem Super Nintendo seine ersten Abenteuer erlebte. Seitdem hat ihn die Faszination für Spiele nie losgelassen. Heute berichtet er täglich über alles, was in der Gaming Welt passiert. Von frischen Releases bis zu den wichtigsten Entwicklungen in der Branche bringt er das Wesentliche verständlich und mit Leidenschaft auf den Punkt. Seine Texte sollen nicht nur informieren, sondern auch Spaß machen. Wer regelmäßig reinschaut, findet fundierte News, ehrliche Einschätzungen und immer wieder auch ein Augenzwinkern. In seiner Freizeit zockt Matthias nicht nur Retroklassiker, sondern auch aktuelle Titel wie League of Legends, Valorant oder alles, was ihm sonst gerade unter die Finger kommt.