Rockstar Games hat Ende Oktober über 30 Mitarbeitende in Großbritannien und Kanada entlassen, und zwar fristlos. Der Vorwurf lautete offiziell „grobes Fehlverhalten“. Schnell kursierten Spekulationen, dass die Kündigungen mit Grand Theft Auto 6 oder anderen Leaks zu tun hätten.
- Interne Slack-Nachrichten sollen der Auslöser gewesen sein
- Interne Untersuchung resultierte in über 30 Kündigungen
- FAQ zu den Rockstar-Entlassungen
Neue Berichte werfen jedoch ein anderes Licht darauf und deuten an, dass interne Kommunikationsregeln der eigentliche Grund waren.
Interne Slack-Nachrichten sollen der Auslöser gewesen sein
Der Bericht besagt, dass die Mitarbeitenden nicht wegen geheimer Spieldetails entlassen wurden, sondern weil sie in einem Discord-Server auftraten, nachdem sie interne Slack-Mitteilungen gesendet hatten. Dieser Server diente Beschäftigten und Vertreterinnen der Independent Workers’ Union of Great Britain (IWGB) als Austauschplattform.
Der Inhalt der betreffenden Nachricht: Rockstar hat mehrere Slack-Kanäle geschlossen, in denen Mitarbeitende über nicht arbeitsbezogene Themen sprechen konnten. Ein Entwickler soll diese interne Änderung im Discord-Chat gepostet haben, als viele Kolleginnen und Kollegen die Information noch nicht offiziell erhalten hatten.
Es wird im Bericht deutlich, wie streng die Sicherheitsrichtlinien von Rockstar mittlerweile sind. Das bedeutet, dass Mitarbeitende nicht einmal private E-Mails abrufen können, wenn sie nicht im Büro sind.
Interne Untersuchung resultierte in über 30 Kündigungen
Es wird gemunkelt, dass eine unbekannte Person die Nachricht, nachdem sie auf Discord erschienen war, an das Management weitergeleitet hat. Es wird berichtet, dass genau das zur internen Untersuchung führte, die letztlich in einem Massenrauswurf endete.
Die IWGB sieht eine klare Behinderung der gewerkschaftlichen Organisation und hat deshalb rechtliche Schritte eingeleitet. Die Gewerkschaft behauptet, dass die Mitarbeitenden ohne rechtliche Grundlage entlassen wurden. Über 200 Beschäftigte von Rockstar haben einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie die sofortige Wiedereinstellung der entlassenen Kolleginnen und Kollegen fordern.
Momentan ist kein Fortschritt im Verfahren zu sehen. Falls keine außergerichtliche Einigung erzielt wird, könnte der Fall möglicherweise vor Gericht in Großbritannien landen.
FAQ zu den Rockstar-Entlassungen
Ein Bericht besagt, dass die Weitergabe interner Slack-Infos der Grund war – nicht etwa ein Leak.
Nein. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Spieldaten oder Geheimnisse veröffentlicht wurden.
Es handelte sich um das Schließen von internen Slack-Kanälen für private Unterhaltungen.
Das Unternehmen verfolgt seit Jahren die Strategie, die Informationskontrolle zu maximieren. Mitarbeitende können laut Bericht nicht einmal privat E-Mails im Homeoffice checken.
Der Discord-Server war eine Plattform für den Austausch zwischen Beschäftigten und Gewerkschaftsvertretern.
Ja, der Bericht legt nahe, dass dies genau der Grund für die interne Untersuchung war.
Die IWGB hat einen Fall von Union-Busting erkannt und geht rechtlich dagegen vor.
Nein. Es ist möglich, dass der Fall vor ein britisches Gericht kommt.
Veröffentlicht: 25. November 2025 09:59 Uhr