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Ubisoft sieht KI als Chance – und als Risiko

Ubisoft hat gerade erst sein Teammates-Projekt vorgestellt, ein Experiment aus der eigenen R&D, das klassische NPCs in Begleiter verwandeln soll, die sich an Spielverhalten erinnern, helfen, reagieren und echte Beziehungssysteme aufbauen können. Hinter verschlossenen Türen erklärte das Studio nun, wie viel Arbeit und wie viele Warnsignale hinter diesem Ansatz stehen – und warum KI ohne starke kreative Teams schnell zu generischem Einheitsbrei werden kann.

Inhaltsverzeichnis
  1. Kreative Kontrolle statt blinder KI-Euphorie
  2. Modelle im Wechsel – je nachdem, was gebraucht wird
  3. „Es ist ein super Tool, aber es kann auch Mist bauen“
  4. Ein Thema, das Ubisoft aktiv nach außen trägt

Kreative Kontrolle statt blinder KI-Euphorie

Virginie Mosser, Narrative Director, machte direkt klar, dass KI bei Ubisoft nicht als Ersatz, sondern als Werkzeug gedacht ist. Sie beschreibt, wie eng Writer, Designer und KI-Teams zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Kreativität den Kurs vorgibt und nicht das Modell. Dieser Ansatz soll verhindern, dass Teammates zwar technisch beeindruckend ist, aber emotional leere Begegnungen erzeugt. Mosser spricht von einem langfristigen Prozess aus Iteration, Neugier und stetigem Abgleich mit echten Spielerfahrungen.

Modelle im Wechsel – je nachdem, was gebraucht wird

Xavier Manzanares, Director of AI Gameplay, erklärte, dass Ubisoft nicht auf ein einzelnes Sprachmodell setzt. Stattdessen holt sich Teammates je nach Bedarf Gemini, ChatGPT, Claude oder Open-Source-Varianten ins Projekt. Das Team will flexibel bleiben, neue Modelle testen und prüfen, welche Größe und Architektur sich für welche Aufgabe am besten eignet. Remi Labory ergänzte, dass die technologische Entwicklung so schnell sei, dass Ubisoft bewusst pragmatisch bleiben müsse, um nicht hinterherzulaufen.

„Es ist ein super Tool, aber es kann auch Mist bauen“

Manzanares wurde am deutlichsten, als er über die Gefahren sprach. Er sagte, dass generative KI ohne gezielte Arbeit schnell Inhalte produziert, die austauschbar wirken und damit genau das zerstören, was Spiele über Jahrzehnte so besonders gemacht hat. Für ihn ist das der Punkt, an dem KI kippen kann – zu bequem, zu generisch, zu glatt. Erst die Kombination aus KI-Features und starkem kreativem Rahmen könne Spiele wirklich weiterbringen.

Ein Thema, das Ubisoft aktiv nach außen trägt

Die Aussagen reihen sich ein in die Linie, die CEO Yves Guillemot zuletzt deutlich gemacht hat: Für Ubisoft ist KI eine massive technologische Wende, ähnlich dem Übergang zu 3D-Grafik. Gleichzeitig wird aber betont, dass nur sinnvolle Einsatzbereiche einen echten Mehrwert bringen – und genau dort möchte das Studio investieren.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️